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Regio-Stadtbahn: Neue Hoffnung für Wendeburg

Zweckverband Großraum Braunschweig Regio-Stadtbahn: Neue Hoffnung für Wendeburg

Die Nachricht kam für die meisten Peiner Verbandsmitglieder gestern überraschend: Dr. Martin Kleemeyer, Direktor des Zweckverbands Großraum Braunschweig, tritt zurück. Sie fordern nun einhellig: Es muss so schnell wie möglich ein kompetenter Nachfolger gefunden werden, damit die Regio-Stadtbahn zügig auf die Schiene kommt.

Peine. Neue Hoffnung für den Anschluss Wendeburgs an das geplante Streckennetz zwischen Harz und Heide wittert Verbandsmitglied Michael Kramer (CDU): „Wir werden uns jetzt auf jeden Fall noch einmal verstärkt dafür einsetzen, dass die Weichen für Wendeburg bereits in der ersten Ausbaustufe gestellt werden.“ Als größte Gefahr und Konkurrenten für den Landkreis Peine sieht Kramer dabei die Stadt Wolfsburg, die seit einiger Zeit ebenfalls auf einen Anschluss drängt.

Das 285-Millionen-Euro-Projekt Regio-Stadtbahn war zuletzt aufgrund von Verzögerungen bei der Planung ins Stocken geraten. Kleemeyer, der seit Gründung des Verbands 1991 an der Spitze steht, geriet öffentlich in die Kritik, als Ende August bekannt wurde, dass die ersten Züge zwischen Uelzen im Norden und Bad Harzburg im Süden statt wie geplant 2012 erst 2014 rollen werden.

Das Peiner Verbandsmitglied Elke Kentner (Grüne) bedauert den Rücktritt Kleemeyers: „Ich habe ihn menschlich immer sehr gemocht. Und die Regio-Stadtbahn war ja sein Baby.“ Kentner glaubt allerdings nicht, dass sich für Peine, insbesondere Wendeburg, nun Vorteile ergäben. „Man wird genauso wie geplant erstmal beobachten, wie sich die erste Ausbaustufe entwickelt und dann entscheiden.“ Viel wichtiger sei es, so schnell wie möglichen einen qualifizierten Nachfolger zu finden.

Das sieht Matthias Möhle (SPD) ähnlich: „Für diese Position wäre am besten ein Verwaltungsjurist, so wie Kleemeyer, geeignet.“ Um das Projekt Regio-Stadtbahn zügiger voran zu bringen, ist seit kurzem eine so genannte Beschleuniger-Kommission im Einsatz. Möhle weiß, dass seit längerem der Vorwurf im Raum stand, dass Kleemeyer nicht den entscheidenden Einfluss beim Land und der Landesnahverkehrsgesellschaft hatte, um die Planungen zu forcieren.

Als Nachfolger Kleemeyers ist der Braunschweiger CDU-Landtagsabgeordnete Henning Brandes im Gespräch.

mic

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