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Stadt Peine Raus aus den Schulden: AWO hilft Peinern in Not
Stadt Peine Raus aus den Schulden: AWO hilft Peinern in Not
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06:00 04.12.2018
Das Team der Schuldnerberatung des AWO-Kreisverbands Peine. Quelle: privat
Peine

Seit 40 Jahren gibt es den AWO Kreisverband Peine und genauso lange ist der Verband Teil der Kreisarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege, die in diesem Jahr ebenfalls sein 40-jähriges Bestehen feiert. Die Schuldnerberatung der AWO in Peine ist seit 33 Jahren aktiv. „Damit ist sie eine der ältesten in Niedersachsen“, sagt Andrea Einhaus vom Team der Schuldnerberatung der AWO Peine. Die gemeinnützige Beratungsstelle bietet kostenlose Beratung für im Landkreis Peine wohnende Privatpersonen an.

„Probleme eigenverantwortlich lösen“

„Diese erhalten schnelle und unbürokratische Informationen, Beratung und Unterstützung bei Maßnahmen zur Existenzsicherung und zum Vollstreckungsschutz“, erklärt Einhaus. „Es soll die Fähigkeit der Ratsuchenden, Probleme langfristig eigenverantwortlich zu lösen und ihre wirtschaftliche Handlungsfähigkeit zu erhalten, gestärkt werden. Der Schwerpunkt der Arbeit liegt auf der Entschuldung und Schuldenregulierung im außergerichtlichen Vergleich und im Rahmen des gerichtlichen Verbraucherinsolvenzverfahrens.“ Außerdem bietet die AWO Präventionsveranstaltungen für Jugendliche und junge Erwachsene an Peiner Schulen sowie Verbänden und Organisationen angeboten.

„Das Thema der privaten Überschuldung ist nach wie vor aktuell, obwohl bundesweit als auch in unserer Region ein Rückgang der Insolvenzverfahren zu verzeichnen ist“, sagt Einhaus. „Der Rückgang von Insolvenzverfahren ist jedoch nicht gleichzusetzen mit einem Rückgang der Überschuldung“, betont Einhaus. „Erstens gibt es viele Fälle mit geringer Überschuldungsintensität. Zweitens einigen sich viele Schuldner außergerichtlich mit ihren Gläubigern. Außerdem helfen Verwandte und Freunde oft über finanzielle Durststrecken hinweg. Und auch das Pfändungsschutzkonto nimmt den Überschuldeten häufig den Druck, in ein Insolvenzverfahren gehen zu müssen.“ Viele Betroffene würden zudem ein Insolvenzverfahren scheuen, weil sie oft schon mit grundlegenden Anforderungen, wie etwa dem Schriftverkehr oder der Beschaffung von Unterlagen, in einem amtlichen Verfahren überfordert seien.

Ziel: gemeinsam Wege aus der Überschuldung finden

Die Schuldnerberatung der AWO Peine hat sich daher zur Aufgabe gesetzt, durch ein „gut erreichbares und qualitativ hochwertiges Angebot eines multiprofessionellen Teams“ einen Weg aus der Überschuldung zu weisen. Im Jahr 2017 wurden 1492 Kurzberatungen und 904 längerfristige Beratungen durchgeführt. Das Durchschnittsalter der Klienten lag bei 46 Jahren. Die durchschnittliche Schuldenhöhe pro Haushalt betrug 33 340 Euro bei durchschnittlich neun Gläubigern. Es gab 129 Insolvenz-Erstberatungen, die zu 73 Insolvenzanträgen geführt haben.

Von Janine Kluge

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