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Stadt Peine Raumnot an Peiner Gymnasien: Jetzt droht das Losverfahren
Stadt Peine Raumnot an Peiner Gymnasien: Jetzt droht das Losverfahren
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19:00 07.11.2018
Das Gymnasium am Silberkamp in Peine. Quelle: Archiv
Peine

Weil die Schülerzahlen immer weiter steigen, stoßen die beiden Gymnasien im Peiner Stadtgebiet an ihre Kapazitätsgrenzen. Der Landkreis Peine als Schulträger schlägt nun vor, die Zügigkeit zu begrenzen. Haben beiden Schulen ihre Aufnahmekapazität erreicht, würden Schüler per Losverfahren an die anderen Gymnasien im Landkreis Peine verwiesen werden.

Aufnahme bis zur „Schmerzgrenze“

In den Schuljahren 2014/15 bis 2016/17 hätten die Gymnasien in Peine zur Vermeidung von Ablehnungen Schülerinnen und Schüler bis zur „Schmerzgrenze“ aufgenommen, da eine formelle Begrenzung nicht vorhanden war, heißt es in der Verwaltungsvorlage, die in der nächsten Sitzung des Kreis-Bildungsausschusses am 15. November behandelt werden soll.

Die Raumsituation an beiden Schulen lasse ein derartiges Verfahren dauerhaft jedoch nicht zu. Deshalb solle die Zügigkeit des Ratsgymnasiums auf vier und die des Gymnasiums am Silberkamp auf fünf begrenzt werden.

Die beiden Schulleiterinnen Dr. Gabriela Fellmann (Ratsgymnasium) und Ulrike Bock (Silberkamp) begrüßen die geplante Regelung. „Wir platzen aus allen Nähten“, sagt Fellmann der PAZ. Man könne einfach nicht unbegrenzt Schüler aufnehmen. „Auch wir sind räumlich am Limit – gerade auch bei den Fachräumen“, ergänzt Bock.

„Es gibt noch Informationsbedarf“

Und wie stehen die Leiterinnen zu dem vom Schulträger angesprochenen Losverfahren und der möglichen Verteilung von Schülern nach dem Zufallsprinzip auf Gymnasien außerhalb des Stadtgebietes? „Hier gibt es auf jeden Fall noch Informationsbedarf“, sagt Fellmann.

Bock erläutert, dass dies zwar das gesetzlich vorgeschriebene Verfahren sei, Kinder aus dem Stadtgebiet sollten aber auch im Stadtgebiet zur Schule gehen können. Hier komme es auf eine enge Zusammenarbeit zwischen den beiden Schulen und dem Schulträger an.

Roland Mainka vom Kreiselternrat sieht die Pläne der Kreisverwaltung kritisch: „Leider folgt alles, was im Landkreis Peine schulpolitisch passiert dem selben Schema: Irgendwo gerät irgendwas in Schieflage, dann schraubt man einer Schraube um es wieder ins Lot zu bringen – und bringt dadurch das Gesamtsystem noch mehr zum wackeln“, erklärt er gegenüber der PAZ.

„Es muss endlich gehandelt werden“

„Wenn man die Zahl der Züge an den Gymnasien beschränkt, muss man zwingend Alternativen schaffen, denn der Andrang ist groß – auch in Vechelde und Ilsede“, so Mainka weiter. Er fordert deshalb einen runden Tisch aller Betroffenen, um ein kreisweites Konzept auszuarbeiten. „Ideen gibt es genug“, erklärt er abschließend. „Es muss nur endlich auch mal gehandelt werden.“

Von Tobias Mull

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