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Ratsgymnasium: Keine Keime mehr im Wasser

Peine Ratsgymnasium: Keine Keime mehr im Wasser

Peine. Gute Nachrichten für Schüler und Lehrer am Peiner Ratsgymnasium: Das Trinkwasser ist nicht mehr mit Keimen belastet. Gestern gab das Peiner Gesundheitsamt Entwarnung. Zuvor hatte der Landkreis rund 100.000 Euro in die Sanierung der Wasserleitungen investiert.

Schulleiter Dr. Jan Eckhoff und sein Team sind erleichtert. Rückblickend sagt er: „Es war toll, wie besonnen alle Beteiligten reagiert haben.“ Der Umgang mit der Keimbelastung, die zwar bedenklich, aber nicht gesundheitsgefährdend war, sei professionell gewesen. Auch den Landkreis lobt Dr. Eckhoff: „Der Leiter des Immobilienwirtschaftsbetriebes Michael Schrader hat bei der Gesamtkonferenz Rede und Antwort gestanden.“ Zudem wurden Lehrer und Schüler mit Mineralwasser versorgt.

Problem waren sogenannte Tot-Stränge, Leitungen, in denen kein Wasser fließt, weil Anschlüsse abgebaut worden waren. Dort konnten sich die Keime vermehren. Und weil dort kein Wasser fließt, wirkten dort auch die Spülungen nicht (PAZ berichtete). Am Ende mussten diese Tot-Stränge ausgebaut werden.

Zudem erneuerte der Landkreis die Warmwasserbereitung der Sporthalle, sagte Landkreis-Sprecher Henrik Kühn.

An alle sichtbaren Tot-Strecken erfolgten Anbauten von Zapfventilen, um das Spülen der Anschlüsse zu ermöglichen. Im Keller und im Kriechkeller wurden die maroden verzinkten Stahlleitungen ausgetauscht und teilweise alte Leitungsstränge zurückgebaut.

Darüber hinaus gab es im Kriechkeller unter der Sporthalle neue Rohrleitungen für die Duschen.

pif

Keime im Trinkwasser

Trinkwasser kann in allen Leitungen verkeimen. Denn dort laufen Korrosionsprozesse ab. Die Ausbildung des Biofilms – eine dünne, aus Mikroorganismen, Bakterien, Pilzen und Wasser bestehende Schicht – wird begünstigt. Dieser Biofilm stellt ein Keim-Reservoire dar. Steht das Wasser in den Leitungen still, können sich die Keime schnell vermehren. Deshalb ist es wichtig, Wasser am Fließen zu halten. So sollte Wasser, das längere Zeit in der Trinkwasserleitung verweilte, nicht sofort zur Zubereitung von Nahrung oder als Trinkwasser verwendet werden. Es sollte immer erst abfließen. Experten empfehlen, Leitungen auch in Privathaushalten nach längerer Nichtbenutzung – etwa nach dem Urlaub – zu spülen. Trinkwasser ist ein Lebensmittel. So wie man verderbliche Lebensmittel nicht ungekühlt in der Küche herumliegen lassen sollte, müsse man auch bei der Trinkwasser-Nutzung sorgsam mit seinem Gebrauch umgehen.

pif

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