Volltextsuche über das Angebot:

12 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
Ratse-Flitzer raste auf den fünften Platz

Peiner bei IdeenExpo Ratse-Flitzer raste auf den fünften Platz

Das Team CARbelsalat vom Ratsgymnasium eroberte mit einem modifizierten Modellauto bei der JeT-Challenge auf der IdeenExpo in Hannover einen fünften Platz. Das war der erfolgreiche Abschluss eines glänzenden Wettbewerbsschuljahres des Ratsgymnasiums.

Voriger Artikel
Gesundheits- und Krankenpfleger feierten ihr Examen
Nächster Artikel
Nuray gewann beim Vorlesewettbewerb

Zu CARbelsalat gehören neben (von links) Lehrerin Katharina Lehmann auch Timon Rah, Alexandra Aumüller, Hinrich Heuser, Leon Feder und Christian Hagemann (es fehlen Jonas Höfling und Justus Gödicke) sowie zahlreiche jüngere „Nachwuchs-Entwickler“ und natürlich der Ratse-Flitzer.

Quelle: Grit Storz

Peine. Kluge, handwerklich begabte Schüler, eine begeisterte Lehrerin und rasante Rennen: Das Team CARbelsalat vom Ratsgymnasium Peine eroberte mit einem modifizierten Modelauto bei der JeT-Challenge auf der IdeenExpo in Hannover einen fünften Platz. Das war der erfolgreiche Abschluss eines glänzenden Wettbewerbsschuljahres des Ratsgymnasiums.

Lehrerin Katharina Lehmann, Verantwortliche für die Naturwissenschaften am Ratse, war von ihren Schülern begeistert: Die Bereitschaft in der Freizeit ein handelsübliches Tourenwagen-Modell zu modifizieren und hinsichtlich Effizienz weiter zu entwickeln und sich dem Wettbewerb zu stellen, war bei den Schülern sehr groß.

Die JeT-Challenge

Die sogenannte JeT-Challenge findet jedes Jahr in Hannover statt und wird vom Verein Deutscher Ingenieure (VDI) organisiert. Alle zwei Jahre bietet die IdeenExpo den Rahmen dafür. Das Peiner Ratsgymnasium nimmt seit mehreren Jahren teil. Mitarbeiten dürfen im Vorfeld Schüler aller Jahrgänge, die Renn-Teilnehmer des Teams müssen jedoch mindestens 14 Jahre alt sein. Handelsübliche Modellautos müssen hinsichtlich Effizienz von Schülern weiterentwickelt werden. Ein mehrseitiges Regelwerk listet alle Kriterien auf, die die Teams bearbeiten und erfüllen müssen. Diese werden dann per Punktesystem bewertet. Per Logger werden im Effiziens-Rennen alle Daten überprüft und bewertet. Ein Ausscheidungsrennen im K.o.-System ermittelt dann das schnellste Auto. Zum Wettbewerb gehören neben der Effizienzentwicklung, eine Präsentation, Werbung und Marketing und der Einsatz verschiedener Technologien. Von 1000 möglichen Punkten erreichte das Ratse-Team 697.

16 Schulen aus ganz Niedersachsen waren angetreten, um ihre Rennflitzer bewerten zu lassen und schließlich auf der Strecke um den Sieg zu kämpfen. Im K.o.-Rennen aller Autos gewann das Ratse-Team sogar. Allerdings wäre es kein naturwissenschaftlicher Wettbewerb, hätten die Schüler nicht genaue Kriterien erfüllen müssen. „Wir bekommen beim Kick-off des Wettbewerbs ein handelsübliches Automodell.

Das muss weiterentwickelt und umgebaut werden“, erklärt Lehmann. „Bis auf Fahrtregler, Akku und Motor wurden die Teile selbst entwickelt und optimiert, um das Ziel, eine Mischung aus Energieeffizienz, Beschleunigung, optimaler Straßenlage und Höchstleistung auf der Strecke, zu erreichen“, so Lehmann. Ihr Team musste es hierbei mit starker Konkurrenz beispielsweise aus Berufsschulen aufnehmen, die etwas bessere Voraussetzungen haben, ist diese Entwicklung doch dort sogar Bestandteil des Unterrichts.„CARbelsalat jedoch traf sich in der Freizeit, tüftelte intensiv und hatte eine großartige Arbeitsteilung“, sagte Lehmann stolz.

Eine technische Meisterleistung war die Erhaltung des Allradantrieb. Dies gelang nur sehr wenigen Teams. „So reagiert das Auto besser auf der kurvigen Strecke“, erklärt Hinrich Heuser, der gemeinsam mit Alexandra Aumüller das Auto rasant um die Kurven lenkte. Eine im schuleigenen Backofen tief gezogene PET-Karosse, zwei extravagante und genau ausgetüftelte Überrollflügel als Kippschutz und ein extra konstruierter Rammschutz, der im 3D-drucker hergestellt wurde, zeichneten den Ratse-Flitzer aus.

Abgerundet wurde die 8-monatige Entwickungsarbeit durch ein 20-seitiges Portfolio. Der fünfte Platz ist das bislang beste Ergebnis bei der Challenge, doch schon im nächsten Jahr wollen die Tüftler wieder angreifen.

Von Grit Storz

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Stadt Peine

Braucht die Peiner Innenstadt kostenloses WLAN für alle?