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Stadt Peine Rat stimmt zu: Peiner Lindenquartier kommt
Stadt Peine Rat stimmt zu: Peiner Lindenquartier kommt
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20:59 24.01.2019
So soll das Peiner Lindenquartier aussehen: Im Zentrum steht das Edeka-Center. Quelle: Architekturbüro Dipl.-Ing. B. Krischke
Peine

Die größte Fläche soll wie bereits schon im Vorfeld spekuliert wurde ein moderner Edeka-Markt einnehmen, erklärte Thomas Hoppe, Geschäftsführer des Investors THI aus Hannover. Der Mietvertrag soll zunächst über 20 Jahre abgeschlossen werden, 120 Mitarbeiter soll es an dem neuen Standort geben. Insgesamt stehen 380 kostenlose Parkplätze zur Verfügung.

Zwei weitere Gebäude soll es nördlich der künftig wieder durchgehenden Lindenstraße geben. Angesiedelt werden könnten dort etwa Geschäfte (Bekleidung, Schuhe), eine Apotheke und ein Gesundheitszentrum (Ansiedlung von Ärzten, Krankenkassen und ambulanten Kliniken) – auch Wohnungen und Büros sind geplant. Man sei in guten Gesprächen mit potenziellen Mietern, sagte Hoppe. Sollten die Verhandlungen erfolgreich verlaufen, würde die Vermietungsquote bei 94 Prozent liegen.

„Quartier soll sich Innenstadt öffnen“

Der Investor erklärte zudem, dass sich ein Gastronom aus Hannover ansiedeln möchte, auf dem neuen Lindenplatz soll es dann 80 Außenplätze geben. Auch über städtebauliche Aspekte sprach Hoppe, der sich gesundheitlich schwer angeschlagen dann auch noch den Fragen der mehr als 100 Besucher der Ratssitzung stellte. „Das Lindenquartier soll sich der Innenstadt öffnen und diese unspektakulär und natürlich ergänzen.“ Dabei soll die durch das ehemalige Karstadt-Kaufhaus städtebaulich verloren gegangene Lindenstraße wieder etabliert werden.

Moderner-Edeka-Markt

Die Lindenstraße verläuft von Osten nach Westen parallel zur Wallstraße und ermögliche die fußläufige Anbindung an die Fußgängerzone am Gröpern. „Zur Realisierung eines attraktiven Standorts soll angrenzend an die Zuwegung zum Gröpern ein multifunktionaler Stadtplatz, der Lindenplatz, entstehen. Der Stadtplatz lädt zum Verweilen ein und bildet einen weiteren Baustein zur Stärkung der Aufenthaltsqualität der Innenstadt“, so Hoppe.

Kaufpreis: Drei Millionen Euro

Ein Jahr hatte die Stadt als Eigentümerin des rund 20 000 Quadratmeter großes Areals mit dem Investor THI aus Hannover verhandelt – die Debatten um das Gelände reichen dabei noch weiter zurück. Im Sommer 2009 war das 1974 errichtete Hertie-Kaufhaus geschlossen worden, es folgten ungezählte Verhandlungen, etwa mit Grundstückseigentümern und Investoren. Doch der Kraftakt hat sich gelohnt, gestern stimmte der Rat den Plänen des Investors THI aus Hannover zu. „In Hannover dauern solche Verhandlungen auch gerne vier Mal so lange – ein Jahr ist da wirklich ein extrem kurzer Zeitraum“, sagte Hoppe.

Und wie geht es jetzt weiter? Als Eröffnungstermin des neuen Lindenquartiers werden die Jahre 2021/2022 anvisiert. Der Start des Abbruchs der Hertie-Brache ist für Juni 2020 geplant und der Baubeginn für August 2020.

Was halten Sie von den vorgestellten Lindenquartier-Plänen? Mailen Sie Ihre Meinung an redaktion@paz-online.de.

Lesen Sie hier:

http://www.paz-online.de/Stadt-Peine/Konzept-der-THI-Holding-zum-Lindenquartier-Peine und

http://www.paz-online.de/Stadt-Peine/Buergermeister-und-Stadtrat-zum-Lindenquartier-Konzept

 

Von Tobias Mull

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