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Stadt Peine Rat spricht sich für Erhalt des Peiner Klinikums aus
Stadt Peine Rat spricht sich für Erhalt des Peiner Klinikums aus
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19:26 28.02.2019
Das Peiner Klinikum steckt in der Krise. Der Peiner Rat hat sich nun für den Erhalt ausgesprochen. Quelle: Foto: Archiv
Peine

„Dabei wird der Rat von dem Gedanken geleitet, dass die wohnortnahe medizinische Versorgung ein hohes Gut darstellt und Gegenstand einer funktionierenden Daseinsvorsorge ist“, heißt es in der Erklärung. Der Klinikstandort Peine habe sich über viele Jahre bewährt und genieße eine hohe Akzeptanz.

Zum Hintergrund: Einen Verlust von 16,5 Millionen Euro für das Geschäftsjahr 2017 hatte die AKH-Gruppe aus Celle, zu der auch das Peiner Klinikum gehört, im Oktober vergangenen Jahres vermeldet. Mit 14 Millionen Euro hatten die Landkreise Celle (zwölf Millionen) und Peine (zwei Millionen) der AKH unter die Arme gegriffen, sonst hätte sogar die Insolvenz gedroht. AKH und auch der Landkreis Peine haben Gutachten zur Zukunft des Peiner Klinikums auf den Weg gebracht, zuletzt sorgte ein drohender Jobabbau und die angekündigte Schließung der Fachabteilung für Frauenheilkunde für Wirbel. Manche fürchten nun sogar die Schließung des gesamten Krankenhauses.

„Wesentlicher Standortfaktor“

„Der Bevölkerung im Landkreis Peine wäre es kaum zu vermitteln, dass Peine als Mittelzentrum nicht nur den wichtigsten Baustein seiner wohnortnahen medizinischen Versorgung, sondern auch einen wesentlichen Standortfaktor und einen seiner größten Arbeitgeber einbüßen würde“, heißt es deshalb in der am Donnerstag unterzeichneten Resolution. Der Klinikstandort Peine entfache zudem eine Sogwirkung auf niedergelassene Ärztinnen und Ärzte, Therapeutinnen und Therapeuten sowie weitere im Gesundheitswesen tätige Berufsgruppen.

Die Erklärung schließt mit der Bemerkung, dass das Vorgehen des Landkreises Peine ausdrücklich begrüßt werde. Rat und Verwaltung der Stadt Peine würden für die Abstimmung zwischen den Akteuren im Hinblick auf die nächsten Schritte in der Krise zur Verfügung stehen. Eine mögliche finanzielle Unterstützung des Klinikums – der Landkreis hat bereits weitere zwei Millionen Euro in Aussicht gestellt – wurde in dem Papier nicht genannt.

Debatte über Lindenquartier

Ein weiteres Thema der Ratssitzung war das Lindenquartier. Nach kurzer Debatte mit dem Schwerpunkt der künftigen Verkehrssituation in dem Gebiet wurde der Bebauungsplan auf den Weg gebracht. Es gab zwei Gegenstimmen (Belte, Seffer) und eine Enthaltung (Peyers).

Zum Hintergrund: Der Investor THI aus Hannover möchte auf dem Gelände rund um die Hertie-Brache ein Quartier mit großem Edeka-Supermarkt, weiteren Geschäften, Wohnungen und Gastronomie entwickeln. Die Investitionssumme beträgt rund 40 Millionen Euro.

Von Tobias Mull

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