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Rätsel um Unfall mit Blindem

Peine Rätsel um Unfall mit Blindem

Viele offene Fragen gibt es noch in Zusammenhang mit dem Unfall, bei dem am Dienstagmorgen ein blinder Senior lebensgefährlich verletzt worden ist. Der 65-jährige Bewohner des Seniorenheimes Fuhseblick war offenbar auf seinem täglichen Rundgang auf dem Gelände unterwegs und wollte gerade zurück in das Hauptgebäude. Dabei stieß er mit einem Paket-Transporter zusammen, stürzte und zog sich schwere Kopfverletzungen zu.

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Philipp Hünersdorf.

Quelle: tk

Peine . „Ich saß gerade in meinem Büro und hörte ein merkwürdiges Geräusch, sodass ich gleich zum Fenster stürzte“, erinnert sich Fuhseblick-Geschäftsführer Philipp Hünersdorf. Er sah den Senior hinter dem Fahrzeug am Boden liegen und informierte sofort einen Intensivpfleger, der im Seniorenheim arbeitet. Anschließend rief er den Notarzt und einen Rettungswagen.

„Der Intensivpfleger hat den 65-Jährigen reanimiert, weil er einen kurzzeitigen Herzstillstand hatte“, sagte Hünersdorf gestern der PAZ. Dann sei auch schon der Notarzt dagewesen. Er habe den Blinden weiter stabilisiert, sodass er schließlich mit dem Rettungswagen in das Peiner Klinikum gebracht wurde. Von dort wurde er am Dienstagnachmittag wegen seiner schweren Verletzungen in die Medizinische Hochschule (MHH) nach Hannover verlegt.

Rechtsmediziner soll den Fall aufklären

Offen ist zur Zeit noch, ob der Fahrer mit des Paket-Transporters mit seinem Wagen rückwärts gefahren ist, oder ob der Bewohner des Altenheims, der mit einem Blindenstock ausgerüstet war, gegen den Wagen gelaufen ist. Um das zu klären, hat die Polizei einen Gutachter eingeschaltet. „Inzwischen haben wir auch einen Rechtsmediziner als Experten hinzugezogen“, sagt Polizei-Sprecher Stefan Rinke. Der Fachmann soll anhand der Verletzungen klären, ob der Senior angefahren wurde oder nicht.

Laut Hünersdorf sagt der Fahrer des Lieferwagens, er habe sein Paket abgeliefert und wollte gerade den Motor starten, als es zu dem Unfall kam. „Er hat auch auf die Sicherheitsausstattung in seinem Fahrzeug verwiesen“, sagt Hünersdorf. So sei der Wagen mit einer Kamera ausgestattet, die die Fläche hinter dem Heck einsehen kann. Diese Technik soll warnen, wenn sich dort ein Hindernis befinde, erklärte Hünersdorf.

pif

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