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„Qualität der Braugerste ist hervorragend“

Peiner Kreislandwirt Henties nimmt Stellung „Qualität der Braugerste ist hervorragend“

„Die Aussaat der Sommergerste auf den Feldern im Peiner Raum ist bereits unter günstigen Verhältnissen abgeschlossen worden“, erklärte Wilfried Henties, Peiner Kreislandwirt und stellvertretende Vorsitzende des niedersächsischen Landvolks Braunschweiger Land, der PAZ. Die Qualität sei hervorragend.

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Ein Mähdrescher bei der Ernte von Braugerste.

Quelle: Archiv

Kreis Peine. In ganz Niedersachsen seien auf 50000 Hektar Sommergerste ausgesät worden, davon gehörten rund 28000 Hektar zur Braugerste, der Rest sei Futtergerste. Vor allem die Peiner Brauerei Härke setzt auf die regionale Braugerste. „Bei der Braugerste ist vor allem der Proteingehalt von zehn bis elf Prozent wichtig. Zuviel Prozent könnten am Ende die Gärung beeinträchtigen“, erklärte Henties. Der Proteingehalt in den Gerstenkörnern könne über die Stickstoff-Düngung reguliert werden.

Ein weiteres wichtiges Kriterium im Braugersteanbau sei der Vollgerste-Anteil von etwa 90 Prozent. Dabei würden viele dicke Körner pro Ähre bevorzugt. Dünne Körner, so der Landwirt, seien nicht erwünscht.

„Auch der Züchtungsfortschritt hat dazu beigetragen, dass Braugerste für Landwirte als ernstzunehmende Alternative zu Mais und Weizen gesehen wird“, sagte Henties.

Laut dem Landvolk ist durch die flächendeckende Möglichkeit der Beregnung in Niedersachsen die Qualität der regionalen Braugerste hervorragend. Dies sei auch der Grund, weshalb Mälzereien den Rohstoff gezielt in Niedersachsen nachfragen. „Die deutschen Mälzereien können allerdings nur rund 70 Prozent ihres Bedarfs mit heimischer Ware decken. Deshalb muss auch Gerste aus Dänemark, Großbritannien oder Frankreich importiert werden“, erklärte Henties und ergänzte: „Es ist gut möglich, dass der Sommergerste-Anbau in der Gegend weiter zunimmt. Zum Beispiel im Kampf gegen resistente Acker-Fuchsschwanz-Arten oder im Zuge der Düngeverordnung.“

Zudem lägen die Erträge für Braugerste derzeit bei 19 bis 20 Euro pro Dezitonne, betonte Henties abschließend. In der vergangenen Saison seien das vier bis fünf Euro mehr pro Dezitonne als bei der Futtergerste gewesen.

Die Peiner Brauerei Härke bezieht ihre Braugerste – beziehungsweise das daraus entstandene Malz – von einer Mälzerei aus der Region. „Härke ist es sehr wichtig, dass die Produkte, die verarbeitet werden, regional angebaut wurden“, erklärte Ulrich Meiser von der Einbecker Brauhaus AG, zu der Härke gehört.

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