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Stadt Peine Picachu und die Katzentoilette
Stadt Peine Picachu und die Katzentoilette
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19:10 04.05.2009
Leguan Picachu zog beim Tag der offenen Pforte im Ökogarten der Integrierten Gesamtschule viel Aufmerksamkeit auf sich. Quelle: nic
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Kreis Peine. „Normalerweise leben grüne Leguane in beheizten Großraumterrarien, aber Picachu ist das Wohnungsklima gewöhnt und läuft frei. Er geht sogar auf die Katzentoilette“, sagte Reptilien-Papa Peter Refke. Er hatte seinen Leguan zum Tag der offenen Tür im Ökogarten der Integrierten Gesamtschule nach Vöhrum mitgebracht. Die Aktion am Sonntag war auch Teil des Projektes „Offene Pforte“.

Begeistert von der majestätischen Schönheit des Reptils waren auch Natalie Hadrys und Carolina Stein, die mit ihren Freundinnen den Ökogarten erkundeten. „Besonders schön finden wir die Meerschweinchen und die Lämmchen“, schwärmten die beiden Zehnjährigen aus Peine.

Auf großes Interesse bei den Besuchern stießen die Ausstellung und die Vorträge des Imkervereins Peine, der der Schule einen Schaubienenkasten zur Verfügung gestellt hatte. „Wir möchten zeigen, dass Bienen sehr nützlich sind und man keine Angst vor ihnen haben muss“, erklärte Imker Wolfgang Tostmann. Besonders die Pflanzenbestäubung sei ohne Bienen unmöglich. Neben Honig zeigte der Verein eine breite Produktpalette von Kosmetik über Wein bis hin zu Bonbons.

Im Garten war der Stand von Schmied Andreas Behle dicht umlagert. Kein Wunder, schließlich zeigte der Künstler, wie man aus Eisen Muttertagsgeschenke herstellen kann. Kunstvoll gebogene Stäbe für Laternen hatte er ebenso im Programm wie schicke Anhänger.
Direkt gegenüber verkauften Inken und Hanna selbst gezogene Pflanzen. „Wir haben Tomaten, Kohlrabi, Klatschmohn und ganz viele Kräuter. Außerdem haben wir Kräutersalz hergestellt“, erläuterten die beiden. Pflanze gegen Spende lautete hier die Devise. Die Spendenkasse des Ökogartens sollten auch der Kuchen- und Bratwurstverkauf füllen.

„Wir finanzieren uns ausschließlich über Spenden und freuen uns, wenn bei unseren offenen Sonntagen viele Besucher unsere Arbeit honorieren“, sagte Betina Gube, Leiterin des Ökogartens. Futter- und Tierarztkosten müssten regelmäßig beglichen werden – da käme einiges zusammen.

Wer den liebevoll gestalteten und überaus interessanten Ökogarten einmal besuchen möchte, hat dazu an zwei weiteren offenen Sonntagen Gelegenheit. Am 7. Juni dreht sich alles um die Schafe und Schafschur sowie um Hundesport. Am 5. Juli gibt es ein Familienfest mit Ökogarten-Rallye, Insektenlehrpfad, einem Floß der Sinne und einem Eselspaziergang.

Dr. Nicole Laskowski

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