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Pflichtjahr für Jugendliche? Kessler findet es gut

Peine Pflichtjahr für Jugendliche? Kessler findet es gut

Peine. In einer Pressemitteilung hat sich gestern Peines Bürgermeister Michael Kessler (SPD) zu dem Vorschlag, ein einjähriges Pflichtjahr für Jugendliche einzuführen, geäußert. Er hält „den Vorschlag, für jeden Schulabgänger ein verbindliches soziales Jahr einzuführen, für sehr gut“.

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Quelle: Archiv

Kessler betont: „Das muss natürlich für beide Geschlechter gelten.“ Eine solche Einrichtung sollte nicht allein auf Flüchtlingshilfe gerichtet sein, so Kessler. Es sei nicht nur ein großer Gewinn für die Gesellschaft, sondern vor allem auch ein Gewinn für die Jugendlichen selbst. Sie bekämen ein Jahr lang einen Einblick in eine Welt, die ihnen ansonsten weitgehend verschlossen bleibe. Das könnte von Diensten bei den Wohlfahrtverbänden über Altenpflege bis hin zur Flüchtlingsbetreuung reichen.

„Viele wachsen mittlerweile in beachtlichem Wohlstand sehr behütet auf und lernen nur eine Seite der Gesellschaft kennen. Sie sollten aber auch eine Beziehung zu den ,Problemseiten‘ der Gesellschaft bekommen“, teilte Peines Bürgermeister mit. Viele Jugendliche hätten ihm nach einem solchen Jahr gesagt, dass dies ihre Augen weit geöffnet habe. Kessler: „Sie hatten danach ein ganz anderes Verständnis für wichtige Themen.“

Der Bürgermeister bezeichnet den Zeitpunkt seines Statements als ganz bewusst gewählt, „bevor das Thema im politischen Hick-Hack zerrieben wird, weil es ein Vorschlag der CDU ist“, so der SPD-Politiker.

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