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Pfarrer Blumenberg dichtete Stück über Peiner Eulenlegende

Peine Pfarrer Blumenberg dichtete Stück über Peiner Eulenlegende

Peine. Unsere Stadt und die Eule: Die mittelalterliche Legende um den gefiederten Nachtjäger und sein besonderes Verhältnis zu den Peinern war dem katholischen Pfarrer Thomas Blumenberg schon als Kind in seiner Borsumer Heimat bekannt.

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Puppentheater: Pfarrer Thomas Blumenberg dichtete ein Stück über die Peiner Eulenlegende.

Quelle: im

So konnte er bereits seit seinem ersten Tag in Peine nachvollziehen, warum die „Peiner eulenfixiert sind“. „Erstaunlich“ findet er es allerdings, dass diese Eulenverliebtheit noch nicht für die Bühne inszeniert wurde.

Dies zu ändern setzte der Geistliche in den vergangenen Monaten in Reimform um, was der aus Kassel stammende barocke Dichter, Übersetzer und Landsknecht Hans-Wilhelm Kirchhoff 1563 bei seinem Besuch in Peine über den „Schuhu“ erfuhr und der Nachwelt überlieferte.

Der Pfarrer, der mit seiner gereimten Zeitkritik jährlich beim Königsfrühstück des Bürgerkönigs auch das Publikum jenseits der Kirchenbänke begeistert, hatte sich schon vor Jahren die Produktion einer Bühnenfassung der Eulenlegende vorgenommen.

Besonders leicht falle ihm das Dichten und Reimen „direkt nach dem Aufstehen, vor und während des Frühstücks und in der Badewanne“, sagt er. „Schon Kirchenlehrer Thomas von Aquin soll zu einigen seiner dogmatischen Erkenntnisse während seiner Wannenbäder gekommen sein“, merkt der Priester augenzwinkernd an.

Blumenbergs Dichtkunst wird am Nachmittag des 10. Juni anlässlich des Fronleichnams-Gemeindefestes im Pfarrgarten als Puppentheater mit historischen Hohnsteiner Handspielpuppen aufgeführt. Auch Bürgermeister Michael Kessler habe zugesagt, sich die Aufführung nicht entgehen zu lassen.

Als talentierte Puppenspieler hat der geschichtsinteressierte Pfarrer während einer gemeinsamen Fahrt nach Rom und Assisi Ministranten aus Peine und Vöhrum gewonnen, denen nun bis zur Premiere am kommenden Sonntag eine intensive Probenwoche bevorsteht.

„Das Theater und die historischen Holz-Handpuppen stammen von meinem Großvater“, sagt Ministrant Jonathan Ritter. Handarbeitsfreudige Frauen aus der Gemeinde haben die Puppen bereits zeitgenössisch eingekleidet. Das Agieren und Warten aufs Stichwort in der Enge des kleinen Theaters macht den acht jungen Akteuren wenig aus. Und Blumenberg ist zuversichtlich: „Ministranten denken mit“.

uj

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