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Peiner waren beim Neujahrsempfang der IHK

Ministerpräsident Weil in Goslar Peiner waren beim Neujahrsempfang der IHK

Zurückhaltend optimistisch schätzt IHK-Präsident Helmut Streiff die Chancen der deutschen Unternehmen unter Donald Trump ein. Der neue US-Präsident war eines der Themen am Dienstagabend beim IHK-Neujahrsempfang in der Goslarer Kaiserpfalz, bei dem auch die Region Peine vertreten war.

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Gut gelaunte Peiner in der Goslarer Kaiserpfalz (v. l.): Dominikus Penners, Hubertus Gillmeister, Ulrike Brandes-Peitmann, Jan Dietrich Radmacher, Ralf Schierenböken und Franz Einhaus.

Kreis Peine. Der Abschied Großbritanniens aus dem europäischen Binnenmarkt sei dagegen wesentlich kritischer zu sehen, da er mit vielen Unwägbarkeiten verbunden sei, so Streiff. Die EU stehe vor ihrer stärksten Herausforderung: „Die Idee des europäischen Wirtschaftsraumes ist die wesentliche Errungenschaft des letzten Jahrhunderts. Das Schicksal der EU sollte uns nicht gleichgültig sein.“

Der IHK-Präsident plädierte mit Blick auf die Forschungs- und Wirtschaftsschwerpunkte der Region für die Bezeichnung „Ingenieurregion“. Er sei beunruhigt, dass nur 15,3 Prozent aller Schüler sich mit 30 Jahren in einem technischen oder naturwissenschaftlichen Beruf sehen. Neben den Themen „Wirtschaft 4.0“ und „Autonomes Fahren“ ging Streiff im Besonderen auf die E-Mobilität ein und erneuerte seinen Appell, neben der Batterieforschung in Braunschweig und Goslar auch die Fertigung von Batteriezellen der nächsten technischen Generation ins Auge zu fassen. Er freue sich über den Ansatz von Volkswagen, hier mit einer Pilotstudie zu starten.

Ministerpräsident Stephan Weil ging auf die Entwicklung bei VW bezüglich des Abgasskandals ein: „Wir sind heute einen großen Schritt weiter als vor einem Jahr. Inzwischen bin ich sicher, dass Volkswagen dieses unrühmliche Kapitel seiner Unternehmensgeschichte bewältigen wird.“ Volkswagen habe eine starke wirtschaftliche Substanz und werde auch in Zukunft seine entscheidende Aufgabe für den Bezirk der IHK weiterführen.

Eine andere Herausforderung nehme er inzwischen noch ernster. Sie betreffe nicht nur Volkswagen, sondern die gesamte Automobilindustrie. Elektrifizierung und Digitalisierung würden für einen grundlegenden Wandel sorgen. Durch diese beiden Entwicklungen werde die Industrie Nr. 1 in Deutschland, aber auch in Niedersachsen, vor wirklich große Herausforderungen gestellt. „Der Wirtschaftsraum Wolfsburg/Braunschweig wird zum Zentrum für die IT-Aktivitäten des weltgrößten Automobilunternehmens VW“, so Weil.

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