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Peiner spionierte beim BND in Pullach

Peine Peiner spionierte beim BND in Pullach

Es war sein ganz großer Traum - einmal hinter die Festung des Bundesnachrichtendienstes schauen, einmal ganz nah dabei sein. Nun ist er für Dr. Heinrich Peyers in Erfüllung gegangen. Der BND in Pullach öffnete für den Dungel-becker exklusiv seine Tore.

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Heinrich Peyers vor dem Areal des Bundesnachrichtendienstes in Pullach.

Quelle: oh

Peine. „Es war etwas ganz Besonderes für mich“, schwärmt Peyers nach seiner Rückkehr aus München. „Erstmals hat der BND überhaupt einer Zivilperson Zutritt zu dem Gelände in Pullach gewährt.“

Durch die Erlebnis-Ausstellung „Top Secret - die geheime Welt der Spionage“ in Oberhausen mit Exponaten des Dungelbeckers ist der BND auf Peyers aufmerksam geworden. Den Großteil der etwa 2500 Ausstellungsstücke steuerte Peyers bei, dessen private Sammlung knapp 11000 Stücke umfasst. Vom im Schuh eingebauten Telefon, über Kameras in Büstenhaltern bis zu Mini-Messern in Lippenstiften und Erdnüssen ist in der Sammlung des Spionage-Fans alles dabei. Aber auch die wohl noch einzige existierende Abhörzentrale, die in einem Kühlwagen getarnt ist (Bild links, 3. v. oben), gehört zu Peyers‘ Sammlung, ebenso wie unzählige Waffen, Kameras (Bild links, 2. v. oben), Wanzen und Dokumente (Bild links, ganz oben).

All das ist derzeit in Oberhausen zu sehen, aufwendig inszeniert und tiefgründig recherchiert. „Anfangs war auch der BND nicht glücklich darüber, dass ich Dinge zeige, die auch sie benutzt haben“, so Peyers. „Einige Stücke durfte ich auch nicht ausstellen, da sie aktuell noch in Gebrauch sind.“ Letztendlich steuerte der BND aber sogar einige wenige Exponate zur Ausstellung bei. „Sie wollen jetzt mehr Öffentlichkeitsarbeit machen und zeigen, wie der BND wirklich arbeitet“, erklärt Peyers. „Man will sich von dem Schmuddel-Image befreien.“

Diesem Umstand hat es Peyers zu verdanken, dass der BND ihn nach Pullach eingeladen hat. „Da ein Teil der Behörde nach Berlin umzieht, blieb nur noch diese eine Möglichkeit, jemanden durch das Gelände zu führen“, so Peyers, der künftig in Berlin öffentliche Vorträge beim BND halten soll. „Das durfte bisher noch nie jemand.“

Mit sieben Begleitern wurde der Dungelbecker durch das mit höchster Sicherheit verschlossene Areal geführt. Präsidentenvilla, Archivraum, Waldhaus, Baracken - all das wurde Peyers gezeigt. Nur der Technikbereich blieb ihm verwehrt. „Gerade auf den hatte ich mich besonders gefreut“, ärgert sich der OP-Techniker.

Verwundert war Peyers allerdings darüber, wie veraltet die Geräte (Bild links, ganz unten) und das Areal war. „Alles waren ziemlich altbacken. Der neuen Technik traut man dort nicht“, sagt der Peiner. „Digitale Medien sind ihnen nicht sicher genug. Und Papier ist nicht abhörbar.“

ju

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