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Stadt Peine Peiner Umformtechnik: Vier Investoren sind noch im Rennen
Stadt Peine Peiner Umformtechnik: Vier Investoren sind noch im Rennen
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21:49 24.09.2018
Die Peiner Umformtechnik an der Woltorfer Straße. Quelle: Archiv
Peine

So wurde während des rund 90-minütigen Treffens im Saal 114 des zuständigen Amtsgerichtes in Gifhorn von den versammelten Gläubigern etwa der sogenannte Sachwalter Manuel Sack bestätigt – er überwacht in dem Insolvenzverfahren die aktuelle Geschäftsführung. „Auch die Insolvenz in Eigenverwaltung bleibt erhalten“, sagte Unternehmens-Sprecher Cord Schellenberg der PAZ.

Keine Änderungen also im geplanten Ablauf des Insolvenzverfahrens – das spricht für ein gutes Vertrauensverhältnis zwischen den einzelnen Beteiligten, zu denen etwa auch der Generalbevollmächtigte Dr. Alexander Höpfner zählt. Das unterstrich auf PAZ-Anfrage auch der PUT-Betriebsrats-Chef Uwe Simon. „Der Gläubiger-Ausschuss trägt eine große Verantwortung, besitzt aber derzeit unser vollstes Vertrauen“, so der Arbeitnehmer-Vertreter.

„Vier Interessenten noch im Rennen“

Große Verantwortung trägt der Gläubiger-Ausschuss dabei, weil er letztlich über den Einstieg eines Investors bei der PUT entscheidet. Die Eigenverwaltung um den neuen PUT-Geschäftsführer Dr. Thomas Dückers spricht mit den Übernahme-Interessenten und gibt eine Empfehlung ab, das letzte Wort haben jedoch die Gläubiger des Traditionsunternehmens.

„Vier Interessenten sind im Investoren-Prozess noch im Rennen“, sagte Schellenberg der PAZ. Namen wollte er nicht nennen – aber einen Zeitplan gibt es: Bis Ende 2018 soll der Prozess abgeschlossen und die PUT verkauft werden.

„Wir sind zuversichtlich, dass wir am Ende einen Investor finden, mit dem wir gemeinsam in die Zukunft gehen können“, sagte Simon der PAZ und nannte Standort- und Arbeitsplatzsicherung als wichtigste Elemente einer Übernahme. „Wir schöpfen jetzt wirklich langsam neue Hoffnung.“

Die Krise bei der PUT

Die Peiner Umformtechnik (PUT) entwickelt und produziert hochfeste Verbindungselemente, Umformteile und Schrauben für die Bereiche Automobilbau, Windenergie und Handel. Das 1921 gegründete Traditionsunternehmen blickt dabei auf eine wechselvolle Geschichte zurück. Die aktuelle Krise spitzte sich seit Dezember 2017 zu. Der Schraubenhersteller geriet immer weiter in Schieflage, schließlich warf der Betriebsrat dem damaligen Gesellschafter sogar den Ausverkauf des Unternehmens vor. Am 12. März 2018 hatte die PUT dann Insolvenz angemeldet. Innerhalb des sogenannten Insolvenzantragsverfahrens hatten dann eine neue Geschäftsführung und der Betriebsrat intensiv an einer Umstrukturierung des Unternehmens gearbeitet, 35 der damals 260 Beschäftigen verloren ihren Job. Nach jahrelangen Verlusten habe man durch die Umstrukturierung jedoch erstmals wieder eine „schwarze Null“ zu verzeichnen gehabt, teilte die Geschäftsführung Anfang Juli mit.

Von Tobias Mull

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