Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / 3 ° Regenschauer

Navigation:
Peiner Stahl stützt den St.-Gotthard-Tunnel

Peiner Träger Peiner Stahl stützt den St.-Gotthard-Tunnel

Stahl aus Peine: Als 2016 der Schweizer St.-Gotthard-Basistunnel eröffnet wurde und erstmals Züge in den weltweit längsten Eisenbahntunnel fuhren, dachten sicher nur wenige daran, dass ein wichtiger Beitrag für die Sicherheit der Passagiere aus Peine kommt.

Voriger Artikel
Vatertag in Peine: Polizei zieht ein positives Fazit
Nächster Artikel
Kulturring Peine veröffentlicht neues Programm

Das Stahlskelett beim Grubenausbau während des Baus des St.-Gotthard-Basistunnels.
 

Quelle: Alptransit Gotthardt AG/Bilfinger

Peine. Bei der Peiner Träger GmbH (PTG) wurden die Tunnelbögen produziert, die dem Druck des Alpenmassivs standhalten.

Die PTG produzierte von 2001 bis 2013 rund 32 000 Tonnen Grubenausbauprofile für den Tunnelbau in der Schweiz. Die Träger aus Peine werden komplett aus Stahlschrott gefertigt. Der wurde zunächst im Elektrolichtbogen-Ofen eingeschmolzen, 100 Tonnen Metall in 40 Minuten, anschließend behandelt, legiert und in so genannten Stranggießanlagen zu Rohlingen für die Trägerproduktion vergossen. Diese wurden vor dem Walzen auf bis zu 1200 Grad erhitzt und in mehreren Schritten zu einem V-Profil geformt. Danach mussten die Profile noch gerichtet und auf die gewünschte Länge geschnitten werden. Und dann erfolgt eine Qualitätskontrolle – wie bereits während der gesamten Produktion, denn schon vom flüssigen Stahl werden Proben genommen. Die Geometrie für Profile muss besonders exakt sein, dürfen diese doch nur geringe Toleranzen aufweisen.

Für den Bau des St.-Gotthard-Tunnels produzierte die Peiner Träger GmbH so genannte TH70/44-Profile, weltweit ist das Peiner Unternehmen einer der wenigen Hersteller solcher Profile.

Spezielle Behandlung macht den Stahl fester und elastischer

Bevor sie in die Schweiz gelangten, wurden die Stahlträger in der Bochumer Eisenhütte Heintzmann bearbeitet. Heintzmann und Peiner Träger verbindet eine langjährige Geschäftsbeziehung. Vergütet und gebogen wurde in Bochum unter einem Dach. Vergütung heißt: Der Stahl wird durch eine Wärmebehandlung sowohl fester als auch elastischer. Als Letztes wartete die Biegemaschine auf die Grubenausbauprofile. Erst dann konnten die Profile in die Schweiz transportiert und vor Ort verbaut werden. Und die Zugpassagiere, die heute mit 200 Stundenkilometern durch den St.-Gotthard-Tunnel reisen, wissen vermutlich nicht, dass sie von Peiner Stahl vor der Kraft des Berges geschützt werden.

Tunnel durchquert die Schweizer Alpen in Nord-Süd-Richtung

Der Schweizer St.-Gotthard-Basistunnel ist 57 Kilometer lang und damit der weltweit längste Eisenbahntunnel. Er wurde 2016 eröffnet, durchquert die zentralen Schweizer Alpen in Nord-Süd-Richtung und unterquert damit unter anderem das Gotthard-Massiv.

Der Tunnel verbindet den deutschsprachigen Kanton Uri mit dem italienischsprachigen Kanton Tessin und besteht aus zwei 57 Kilometer langen, parallel verlaufenden Tunnelröhren. An zwei Stellen ist für Züge ein Gleiswechsel zwischen beiden Röhren je nach Betriebslage möglich.

Zudem gibt es 176 Verbindungsstollen zwischen beiden Röhren in einem Abstand von rund 325 Metern, die im Sicherheitskonzept zur Evakuierung von der einen in die andere Röhre dienen. Insgesamt wurden so 151,8 Kilometer Tunnel und Stollen in den Berg gebohrt und gesprengt.

Das ist der Bahntunnel

Der Schweizer St.-Gotthard-Basistunnel ist 57 Kilometer lang und damit der weltweit längste Eisenbahntunnel. Er wurde 2016 eröffnet, durchquert die zentralen Schweizer Alpen in Nord-Süd-Richtung und unterquert damit unter anderem das Gotthard-Massiv.

Der Tunnel verbindet den deutschsprachigen Kanton Uri mit dem italienischsprachigen Kanton Tessin und besteht aus zwei 57 Kilometer langen, parallel verlaufenden Tunnelröhren. An zwei Stellen ist für Züge ein Gleiswechsel zwischen beiden Röhren je nach Betriebslage möglich.

Zudem gibt es 176 Verbindungsstollen zwischen beiden Röhren in einem Abstand von rund 325 Metern, die im Sicherheitskonzept zur Evakuierung von der einen in die andere Röhre dienen. Insgesamt wurden so 151,8 Kilometer Tunnel und Stollen in den Berg gebohrt und gesprengt.

Von Monika Kröger

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Stadt Peine

Braucht die Peiner Innenstadt kostenloses WLAN für alle?