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Stadt Peine 200 Jahre Friedrich von Bodenstedt: Briefe erzählen aus seinem Leben
Stadt Peine 200 Jahre Friedrich von Bodenstedt: Briefe erzählen aus seinem Leben
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18:29 16.04.2019
Präsentierten die Quellenedition anlässlich des 200. Geburtstags von Friedrich von Bodenstedt an dessen Denkmal: (v.l.) Henrik Kühn, Michael Utecht, Klaus Saemann und Stadtsprecherin Petra Neumann. Quelle: Kathrin Bolte
Peine

Friedrich von Bodenstedt ist einer der bekanntesten Söhne der Fuhsestadt. Nicht nur, dass er zu seinem 70. Geburtstag Peiner Ehrenbürger wurde, eine Schule, eine Straße und einen Gebäudeensemble in Peine nach ihm benannt sind: Er „wacht“ als Statue auch über den historischen Marktplatz in einer von ihm bekannten Denker- und Dichterpose – und das ganz in der Nähe seines Geburtshauses.

Am 22. April wäre der am Markt geborene Dichter 200 Jahre alt geworden. Grund genug für den ehemaligen Stadtarchivar Michael Utecht, sich auf die Spuren des Peiner Dichters zu machen. Nach drei Jahren Arbeit erscheint nun das Heftlein „Friedrich von Bodenstedt: „… das ich Dir schon wieder schreibe.“ – der sechte Band der Quelleneditionen aus dem Stadtarchiv. Am Dienstag stellten Utecht, Bürgermeister Klaus Saemann, Stadtsprecherin Petra Neumann und Henrik Kühn, Amtsleiter für Bildung und Kultur der Stadt Peine, den Band vor.

Ehrenbürgerbrief der Stadt Peine für Friedrich von Bodenstedt vom 22. April 1889. Quelle: Kathrin Bolte

Briefe bisher unveröffentlicht

„Die Briefe von Bodenstedt sind keine Neuentdeckung, aber ich habe mir zu Zeiten im Stadtarchiv schon immer gedacht, da müsste man mal was draus machen“, verriet Utecht bei der Vorstellung des insgesamt sechsten Bandes, jedoch seines ersten. „Die Quellenedition ist in zwei Bereiche aufgeteilt: Zum einen gibt es eine biografische Einführung in das Leben Bodenstedts, zum anderen sind es die Briefe, die im Original im Stadtarchiv liegen, und die so der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden können“, schildert Utecht. Dabei würde der Schwerpunkt auf Briefen aus zwei Jahrzehnten liegen. „Aus der Zeit, in der sich Bodenstedt in Weimar zur Kur befand beispielsweise, geht aus den Briefen vor allem an seine Frau viel über seine Befindlichkeiten, seine Gesundheit und sein Stand in prominenter Gesellschaft hervor“, verrät der Autor, der anmerkt, dass die Briefe bisher unveröffentlicht sind. Besonders interessant sei der Brief aus dem Jahre 1888, als Bodenstedt am 18. Mai in Peine weilte und in dem es unter anderem heißt „… einmal wieder in einem Peiner Federbette geschlafen … Peine hat sich im übrigen merkwürdig verschönert“.

So kamen die Briefe ins Peiner Stadtarchiv

Friedrich von Bodenstedt Quelle: Archiv

Bodenstedt sei viel in der Welt herum gekommen und befand sich oft in guter Gesellschaft. „Er war mit dem Präsidenten von Amerika bekannt, traft sich privat mit dem amerikanischen Innenminister und ging im britischen Königshaus ein und aus“, wusste Utecht zu berichten. Selbst die Geschichte, wie die Briefe ins Stadtarchiv gekommen sind, ist eine Geschichte für sich. „Die Töchter von Bodenstedt, sie lebten in Wiesbaden, wo der Dichter auch beerdigt ist, kamen in den 1920er-Jahren nach Peine und brachten die Briefe ins Stadtarchiv. Dafür bekamen sie von der Stadt einen kleinen Obolus, denn sie waren total verarmt. Es gab von der Stadt sogar eine kleine Rente für die Töchter. Abschließend dankte Utecht allen, die am sechsten Band mitgearbeitet haben, besonders Dr. Andreas Kulhawy, der derzeit das Stadtarchiv betreut. „Die Briefe zu transkribieren und Korrektur zu lesen, dass ist sehr viel Arbeit. Ohne Hilfe ist das kaum zu schaffen.“

Hier kann man den sechsten Band kaufen

Der sechste Band der Quelleneditionen aus dem Stadtarchiv mit dem Titel „Friedrich von Bodenstedt: „… das ich Dir schon wieder schreibe.“ ist ab Samstag, 20. April, bei Thalia, im Kreismuseum und im Stadtarchiv zum Preis von 7,50 Euro erhältlich. Henrik Kühn hat – pünktlich zu Ostern - noch ein Geschenk für alle interessierten Peiner im Gepäck. „Zu jedem sechsten Band gibt es die „Lieder des Mirza Schaffy“, das ist das Werk, mit dem Bodenstedt bekannt wurde und das ihm alle Türen öffnete, gratis dazu.“

Von Kathrin Bolte

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