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Stadt Peine Tritte gegen Polizeibeamte: Eixer muss zahlen
Stadt Peine Tritte gegen Polizeibeamte: Eixer muss zahlen
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00:25 24.11.2018
Amtsgericht Peine: Hier wurde verhandelt. Quelle: Archiv
Eixe

Insgesamt 7200 Euro Strafe muss der 50-Jährige wegen Trunkenheit am Steuer und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte zahlen, zeitgleich wird sein Führerschein für zehn Monate eingezogen. So entschied es nun der Richter des Amtsgerichts Peine.

Doch was war passiert? Am 5. Juli hatte der Angeklagte in der Markthalle In Hannover viel Wein getrunken und war anschließend mit dem Zug nach Vöhrum gefahren. Dort bestieg der 50-Jährige sein Fahrrad, um die Heimfahrt in Richtung Eixe anzutreten. Der Mann gab zunächst an, das Fahrrad geschoben zu haben und durch einen Faustschlag eines ihm bekannten Mannes zu Fall gekommen zu sein.

Drohungen, Sprüche und körperliche Gewalt gegenüber der Polizei

Gegenüber der Polizei hatte der Angeklagte allerdings bei einer früheren Vernehmung angegeben, er sei während der Fahrradfahrt gestürzt – so hatten es auch Passanten beobachtet, die die Rettungssanitäter anriefen. Auch die Polizei wurde verständigt, die eine Blutentnahme im Klinikum Peine, wo der Mann behandelt wurde, anordnete. Doch dieser soll sich mit verbalen Drohungen, Sprüchen und mit körperlicher Gewalt in Form von Schlägen und Tritten gegen die Blutprobe gewehrt haben.

Letztendlich seien drei Beamte notwendig gewesen, um den 50-Jährigen zu fixieren. Die dann erfolgte Blutprobe ergab einen Alkoholwert von 1,77 Promille. Zudem fiel den Beamten auf, dass die Sprache des Mannes eingeschränkt war, er ein unsicheres Gangbild sowie ein wechselhaftes, sehr aggressives Verhalten an den Tag legte – alle vorgeladenen Zeugen machten vor Gericht diesbezüglich übereinstimmende Angaben. Richter und Staatsanwältin stuften die Zeugen somit als glaubwürdig ein.

Angeklagter ist bereits mehrfach vorbestraft

Während der Verhandlung entschuldigte sich der Angeklagte bei zwei der betroffenen Beamten für sein „eventuelles Fehlverhalten“ im Klinikum Peine.

Der Angeklagte hat bereits neun Eintragungen mit diversen Vergehen im Bundeszentralregister. Der Richter bestätigte in seiner Urteilsverkündung die vorsätzliche Trunkenheitsfahrt bei 1,77 Promille mit dem Fahrrad in Tateinheit mit dem tätlichen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte. Das Gesamturteil lautet unter Einbeziehung der letzten noch teilweise offenen Strafe (2018 Trunkenheitsfahrt in Hannover) mit 180 Tagessätzen zu je 40 Euro. Die insgesamt 7200 Euro sind in monatlichen Raten zu je 100 Euro zu bezahlen. Die Gerichtskosten trägt der Angeklagte. Sein Führerschein bleibt – wie im letzten Urteil verkündet - für zehn Monate eingezogen.

Von Eckhard Bruns

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