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Stadt Peine „Offenheit, Selbstständigkeit, Familie“
Stadt Peine „Offenheit, Selbstständigkeit, Familie“
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13:00 03.01.2018
Tagesstart: Mit seinen Mitarbeiterinnen Kirsten Geske (links) und Imke Jeske-Werner fährt Christoph Plett von Peine nach Hannover.  Quelle: Tilman Kortenhaus
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Peine/ Hannover

Es regnet in der Fuhsestadt, als der neue Landtagsabgeordnete Christoph Plett (CDU) sich auf sein Fahrrad setzt und zum Bahnhof radelt. Hier trifft er sich mit seinen Mitarbeiterinnen Imke Jeske-Werner und Kirsten Geske, die ihn heute zu den Plenarsitzungen in Hannover begleiten werden. Mit dem Zug geht es um 8.12 Uhr in Peine los. In einem der zusätzlichen Züge, für die sich die CDU im Kreis eingesetzt hatte.

 „Wenn es irgendwie möglich ist, fahre ich mit dem Fahrrad und den öffentlichen Verkehrsmitteln. Langfristig müssen wir den ÖVPN fördern, um Verkehrswege wie die überfüllte A 2 zu entlasten“, sagt Plett, der sich für mehr Nahverkehrszüge zwischen Braunschweig und Hannover einsetzt. Er findet, dass noch mehr Züge halbstündig fahren könnten – so würden vermutlich mehr Pendler das Auto stehen lassen und den Zug nehmen.

Noch mitten im Gespräch über den Nahverkehr in der Region, steigt ein weiterer Mitarbeiter von Plett in Vöhrum in den Zug. Julius Niesen ist mit 23 Jahren das jüngste Mitglied im Team des CDU-Abgeordneten.

Weitere 20 Minuten Fahrt, dann rollt der Zug im Hauptbahnhof in Hannover ein. Inzwischen ist es hell, es regnet jedoch weiterhin. Mit dem Fahrrad geht es vom Bahnhof am Kröpcke vorbei zum Landtag. Hier beginnen um 9 Uhr die Sitzungen. Während Plett sich in den erst im Oktober 2017 eingeweihten Saal begibt, schauen sich seine Kollegen alles von der Tribüne aus an. Die Sitzungen finden rund einmal im Monat statt, zum dritten Mal in der neuen Konstellation des Landtags. „Die Funktion des Abgeordneten ist die des Mittlers. Wir sollen der Bevölkerung zuhören und uns für ihre Interessen einsetzen. Das ist eine große Verantwortung“, weiß Plett. Dieser möchte er in den nächsten Jahren so gut es geht nachkommen.

Plett ist seit 1999 Anwalt mit einer eigenen Kanzlei in Peine. Hier wird er nun deutlich weniger arbeiten können. „Ich bin 100 Prozent Landtagsabgeordneter, wurde für fünf Jahre gewählt und will dieser Verantwortung nachkommen“, erklärt der 51-Jährige. Dennoch könne er die Arbeit als Anwalt nicht komplett fallen lassen. Niemand sei in der Lage, eine weitere Amtszeit zu garantieren, weshalb er sein ursprüngliches Berufsfeld nicht völlig aus den Augen verlieren möchte.

Die Sitzung beginnt mit den Fragen an die Regierung und verschiedenen Anträgen der Opposition. So wird über die blaue Plakette und Überdüngung in Niedersachsen gesprochen, aber auch über die Digitalisierung im Bundesland. Als Mitglied im Ausschuss für Wissenschaft und Kultur ist die Förderung neuer Technologien ein wichtiges Thema für Plett.

Der Familienvater sagt: „Wir müssen uns auf diesen Bereich konzentrieren und hoch qualifizierte Arbeiter in unsere Region holen. Besonders die gesamte Universitäts-Landschaft rund um die Forschungsregion Braunschweig muss mehr gefördert werden.“ Bereiche wie das autonome Fahren und Biotechnik findet Plett interessant und möchte die Fortschritte mit seiner Politik im Landtag unterstützen.

Wenn nicht im großen Plenarsaal, kann der Peiner seiner Arbeit im Nebengebäude nachgehen, das durch einen Tunnel mit dem Landtag verbunden ist. Hier hat er aber noch kein eigenes Büro. Zwar steht sein Name schon draußen an der Tür, besetzt wird es aber noch von einem SPD-Politiker. Viele Büros habe man im Landtag neu aufgeteilt, weshalb es nun zu einigen Übergangsschwierigkeiten käme, so Plett.

Nach langen Diskussionen wird die Plenarsitzung für eine Mittagspause unterbrochen. Im Foyer trifft Plett auf Finanzminister und Parteikollegen Reinhold Hilbers, der sich in den nächsten Jahren besonders in Digitalisierung und Hochschulmedizin investieren möchte, aber auch ein Schuldenausgleich soll begonnen werden. Über 61 Milliarden Euro stehen auf der Schuldenanzeige im Fraktionssaal der CDU. „Diese Anzeige erinnert und an unsere Schulden und ermahnt zur Rückführung. Es soll uns verdeutlichen, dass wir dagegen vorgehen müssen“, so der Peiner deutlich.

 Mit seinen Kollegen geht es in Richtung des Restaurants im Gebäude, vorher hält die Gruppe noch am Stand eines Kunstprojekts im Foyer. „Stärke“ wurde von der Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultur ins Leben gerufen und zeigt in 700 kleinen Origami-Basteleien eine große Kartoffel.

Jeder Abgeordnete konnte seine Stärken auf das Papier zu schreiben und dieses in die Kartoffel zu kleben. „So hat jeder hier die Chance, seine Stärken sinnbildlich in Niedersachsen einzubringen“, erklärt Projektleiter und Künstler Thomas Steinle. „Offenheit, Selbstständigkeit und Familie“, schreibt Plett auf. Seine Stärken für ein zukunftsorientiertes Niedersachsen – für das er sich noch bis 18 Uhr in der Plenarsitzung eingesetzt hat, bevor es mit Fahrrad und Zug zurück durch den Nieselregen nach Peine geht.

Von Tilman Kortenhaus

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