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Stadt Peine Özgür Cebe ist „Deutscher im Körper eines Ausländers“
Stadt Peine Özgür Cebe ist „Deutscher im Körper eines Ausländers“
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12:00 14.01.2019
Özgür Cebe präsentierte sein Programm „Born in the BRD“ im Peiner Forum. Quelle: Pina Wosnitza
Peine

Unter dem Motto „Born in the BRD“ trat der Solo-Kabarettist Özgür Cebe am Freitagabend im Peiner Forum auf. Thematisiert hat er vor vollem Haus ebenso humorvoll wie treffend seine Erfahrungen als „Deutscher im Körper eines Ausländers“.

Cebe hat mehrere kulturelle Wurzeln

Schon bei der Begrüßung scherzte der gebürtige Deutsche mit türkischen, kurdischen und armenischen Wurzeln über lustige Situationen, die sich ergeben, wenn seine Kulturen aufeinander treffen. Beispielsweise wusste er es sehr anschaulich zu demonstrieren, wie viele an der Aussprache seines Namens scheitern.

Nicht nur mit Gags und Anekdoten brachte Cebe das Publikum zu Lachen, sondern auch mit bekannten deutschen Liedern, die er umgedichtet hat, um sie an andere Kulturen anzupassen. So entstanden Songs wie „Santa Sharia“, „1000 Mal berührt, 1000 mal nicht explodiert“, „Mit 72 Jungfrauen da fängt das Leben an“ und „Unter der Burka muss die Freiheit wohl grenzenlos sein“. Auch das Lied „Sexbomb“ erhielt von ihm eine ganz neue Bedeutung.

Parodie der Handtuch-Wut deutscher Urlauber

Er parodierte aber nicht nur andere Kulturen, sondern nahm auch die deutsche kräftig aufs Korn. So thematisierte beispielsweise die Handtuch-Wut deutscher Urlauber, die sich die besten Plätze sichern wollen. Besonders beliebt waren beim Publikum allerdings die Witze, die er direkt über Peine erzählten konnte. Dabei thematisierte er die Kulturenvielfalt, besonders in der Südstadt.

Neben lustigen Gags wurde es teilweise auch ernst, wenn Cebe sich in Gedichten mit wichtigen Themen auseinander setzte. Im Gedicht „Der Glaube“ stellte er zum Beispiel dar, wie alle Religionen für sich beanspruchen, im Recht zu sein.

Statement für Toleranz

Insgesamt schaffte es Cebe mit Anspielungen auf politische Ereignisse, dem neusten Klatsch und Tratsch, sehr bildlichen Vergleichen und geschicktem Einsetzten von Vorurteilen in herrlich komischer Weise ein Statement für Weltoffenheit und Toleranz zu formulieren. Dabei schreckte er nicht vor Tabu-Themen und grenzwertigen Witzen zurück, bewies dabei aber sehr viel Feingespür und blieb somit auf einer politisch korrekten Linie. Belohnt wurde er mit wiederkehrendem Gelächter und viel Applaus.

Von Pina Wosnitza

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