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Stadt Peine Neue Stederdorfer Schule: Wirbel um angedachten Zahnputzbrunnen
Stadt Peine Neue Stederdorfer Schule: Wirbel um angedachten Zahnputzbrunnen
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06:02 23.05.2018
Dr. Karl-Heinz Brietze und Dr. Brigitte Brietze in ihrer Praxis in Stederdorf.  Quelle: Tobias Mull
Stederdorf

Alles dreht sich um die Frage, ob die Spende offiziell angenommen wurde oder nicht. Brigitte Brietze ist sich dabei sicher, dass es eine Zusage zur Übernahme der Spende gab. „Im Dezember 2016 haben wir dann den für eine Schenkung notwendigen Antrag eingereicht und seitdem nur positive Reaktionen auf die Idee bekommen“, sagt die Zahnärztin. Dieser Antrag ist der Stadtverwaltung auf Nachfrage der PAZ allerdings völlig unbekannt.

Das Ehepaar habe sich dann dazu entschlossen, das Projekt auf den Weg zu bringen. Sie kauften den Zahnputzbrunnen, im Juli 2017 sollte er direkt auf die Baustelle der Schule geliefert werden, doch die Bauleitung habe die Annahme der Spende verweigert.

„Das haben wir nicht verstanden. Wir sind davon ausgegangen, dass die Annahme der Spende längst beschlossen wurde. Sonst hätten wir den Zahnputzbrunnen doch gar nicht gekauft“, erzählt Brietze und zeigt sich enttäuscht vom Vorgehen der Stadtverwaltung.

Enttäuschung ist im Rathaus nicht nachvollziehbar

Diese Enttäuschung kann man im Peiner Rathaus allerdings nicht nachvollziehen. „Weder Stadt noch Schule haben erklärt, den Zahnputzbrunnen als Sachspende anzunehmen“, sagt Stadt-Sprecherin Petra Neumann auf PAZ-Anfrage. „Im erstmaligen Gespräch mit Frau Dr. Brietze im Oktober 2017 hatte Bürgermeister Klaus Saemann dann auch nur noch Unterstützung in Form einer unvoreingenommenen ergebnisoffenen Prüfung anbieten können.“ Eine Zusage sei damit jedoch ausdrücklich nicht verbunden gewesen.

Eine Skizze des Zahnputzbrunnens. An acht Waschbecken können die Kinder ihre Zähne putzen. Quelle: privat

„Die Prüfung ergab, dass weder ein geeigneter Raum noch andere notwendige Rahmenbedingungen für die Installation einen Zahnputzbrunnens vorhanden waren“, so Neumann. Allein die Schaffung der Infrastruktur hätte demnach mehr als 20 000 Euro gekostet. Auf dieser Grundlage seien Verwaltung und auch der Ortsrat zu dem Entschluss gekommen, weder einen Raum noch finanzielle Mittel für die Installation eines Zahnputzbrunnens zur Verfügung zu stellen.

Der Stederdorfer Ortsbürgermeister Holger Hahn (SPD) bestätigt diese Aussagen. „Eine klare Zusage hat es weder von der Verwaltung noch vom Ortsrat gegeben“, erklärt er auf PAZ-Anfrage.

Wie man anscheinend so „aneinander Vorbeireden“ konnte – das kann sich Brigitte Brietze nicht erklären. Einen Anhaltspunkt liefert die Stadtverwaltung. „Die für Frau Dr. Brietze vermeintlich entscheidenden Gespräche wurden von ihr direkt mit der Schulleitung geführt“, sagt Neumann.

Die Schulleitung wollte sich auf Anfrage dazu nicht äußern. Brigitte Brietze erklärte gegenüber der PAZ jedoch, dass nach ihren Informationen die Schulleiterin in der Gesamtkonferenz über den Zahnputzbrunnen abstimmen ließ und das positive Votum der Verwaltung mitgeteilt worden sei. Die Stadt erklärt hingegen: „Unserer Kenntnis nach gab es schulseitig keine abschließende Entscheidung der zu beteiligenden Gremien.“

Die Stederdorfer Zahnärztin ist traurig über die Entwicklung, spricht sogar von „Wortbruch“. Auch zweifelt sie die oben geschilderte Kostenrechnung der Stadt an. Ein Klempnermeister hätte ihr erklärt, dass der Brunnen keine besondere Infrastruktur brauche. Dem widersprechen jedoch die Ingenieure und Architekten der Stadt Peine, teilte Stadt-Sprecherin Neumann mit.

Der Handwerker würde nach Aussage von Brietze auch kostenlos den Service für das erste Jahr übernehmen, die Installation will das Zahnarzt-Ehepaar selbst finanzieren, das Gesundheitsamt Peine würde die Zahnbürsten zur Verfügung stellen. „Es geht doch um die Gesundheit unserer Kinder, daran sollten wir nicht sparen“, so die Zahnärztin abschließend.

Von Tobias Mull

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