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Stadt Peine Naturnahe Baumbestattung für Paare geplant
Stadt Peine Naturnahe Baumbestattung für Paare geplant
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18:00 19.09.2018
Führung: Barbara Grobe und Frank O. Witt mit Teilnehmern an der Linde für naturnahe Urnenreihenbestattungen. Quelle: Kirchenkreis Peine
Peine

Viele Interessierte aller Altersstufen informierten sich am Aktionstag der Friedhofsverwaltung der Peiner St. Jakobi-Kirchengemeinde an der Gunzelinstraße und des Evangelischen Trauerhauses zu Grabformen und Bestattungsarten. Bei einem ausführlichen Rundgang erläuterten Friedhofsleiterin Barbara Grobe und Trauerhausleiter Frank O. Witt die Besonderheiten der einzelnen Felder.

Rückfahrbare Pflege

Allgemeines Interesse weckten die Grabstellen mit der sogenannten rückfahrbaren Pflege: „Am Anfang“, berichtete Grobe, „ist Grabpflege oft sehr hilfreich“, denn Trauerarbeit gehe auch durch die Hände. Später mit zunehmendem Alter der Hinterbliebenen könne dann der Pflegeaufwand zurückgefahren werden.

Gräber als Doppelstellen

In einem neuen naturnahen Grabfeld ist geplant, die Gräber als Doppelstellen zu vergeben, so dass Ehepartner auch nach dem Tod nebeneinander zur Ruhe kämen. Der Name der Verstorbenen werde auf bündig im Boden eingelassenen Platten festgehalten.

Lichtung für kleine Seelen

Besonders beeindruckt zeigten sich die Besucher während des Rundgangs auf der Lichtung für kleine Seelen. Dort würden, erläuterte Theologe Witt, „Lichtkinder beigesetzt, die mit weniger als 500 Gramm Geburtsgewicht viel zu früh tot zur Welt kämen, bevor sie eigentlich gelebt“ hätten. Für die Eltern sei ein konkreter Ort für ihre Trauer besonders wichtig.

Ein unvollendetes Puzzle

Auch das Kinderfeld ließ die Rundgangsteilnehmer nachdenklich werden: Ein unvollendetes Puzzle mit fehlenden Teilen zeigt, dass hier ein kleiner Mensch zu früh gestorben ist. „Das unvollendete Puzzle steht für offene Fragen, hier ist jemand noch nicht fertig mit dem Tod“, deutete der Seelsorger.

Zahlreiche Beratungsmöglichkeiten

Grobe und Witt wiesen auf die zahlreichen Beratungsmöglichkeiten, auch die unentgeltlichen, hin: „Nehmen wir uns rechtzeitig die Zeit, über unseren Tod und wie wir ihn uns vorstellen und wünschen, nachzudenken und mit den Angehörigen zu sprechen.“ Mit Blick auf die verschiedenen Aufgaben der Trauer standen die beiden Organisatoren des Aktionstages bei Kaffee, Gebäck und Büchertisch der Stadtbibliothek noch für Fragen zur Verfügung.

Von Alex Leppert

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