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Stadt Peine Nach neun Tagen auf dem Jakobsweg - PAZ-Reporterin fühlt sich als Pilgerin
Stadt Peine Nach neun Tagen auf dem Jakobsweg - PAZ-Reporterin fühlt sich als Pilgerin
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21:48 14.03.2018
Auf dem Weg nach Arcarde war eine Art Wand, an der einige Pilger ihre Muscheln knoteten. Unsere Muscheln haben wir aber weiterhin am Rucksack gelassen  Quelle: privat
Peine

 Tag 9 auf dem Jakobsweg: Zwar schmerzen bei PAZ-Reporterin Michaela Gebauer und ihre Freundin Kristin Willecke immer noch die Füße, aber sie haben sich an die ungewohnte Anstrengung und die Schmerzen gewöhnt und mit der Situation arrangiert. Sie wandern einfach immer weiter und schauen, was ihnen der Tag so bringt. Heute berichtet Michaela im Rahmen der PAZ-Gesundheitswochen über den Weg als Ziel, ungewöhnliche Rastplätze und Gespräche, die sich deutlich von Small-Talk unterscheiden:

„Von Redondela ging es für Kristin und mich weiter nach Pontevedra. Ganz ehrlich: Eigentlich hatten wir an diesem Tag – wie wahrscheinlich an allen anderen Tagen auch – keine Ahnung, wo wir eigentlich landen würden. Inzwischen hatten wir uns schon zu routinierten Pilgerinnen gemausert.

Jeden Vormittag wurden die Sachen zusammengepackt

Jeden Vormittag rollten wir unsere Schlafsäcke wieder zusammen, packten unsere mit Handwaschpaste gewaschenen Klamotten zurück in den Rucksack, verabschiedeten uns von allen Leuten und tigerten los.

Für alle, die sich Fragen, ob es bislang schwer war, den Jakobsweg zu finden: Nein, überhaupt nicht! Wir mussten jeden Tag lediglich den gelben Pfeilen folgen, bis wir nicht mehr konnten. Zwischendurch haben wir lediglich Google-Maps auf unseren Smartphones aufgerufen, um zum nächsten Bahnhof navigieren zu können. Kristin und ich hatten nämlich noch immer starke Fußschmerzen. Allerdings hatten wir uns aber nach elf Tagen an die Probleme gewöhnt und konnten wieder mehr oder weniger 15 Kilometer am Stück wandern.

Unsere erste Zwischenstation nach Pontevedra war Arcarde. Dort gönnten wir uns – wie soll es auch anders sein – wieder eine Pizza. In dem Restaurant gab es einen kleinen Fernsehbildschirm, auf dem uns das Schnee-Chaos in Madrid gezeigt wurde. Zahlreiche Lkw standen quer auf den Straßen und kamen nicht weiter. Offenbar kennen die Spanier so ein kaltes Winter-Wetter kaum. Das erklärt zumindest, warum es in kaum einer Unterkunft vernünftige Heizungen gab. Hätten Kristin und ich das eher gewusst, wären wir wahrscheinlich nicht mit zwei Yoga-Hosen und engen Lauf-Shirts den Jakobsweg gegangen... Aber gut, aus Fehlern lernt man.

In Pontevedra gab es interessante Gespräche mit anderen Pilgern

In Arcarde entschieden wir uns dann, mit dem Zug weiterzufahren. Es war inzwischen sehr kalt geworden. Am Bahnhof angekommen, legten wir uns deshalb auf das einzige sonnige Plätzchen, das wir finden konnten: Es war der Boden, direkt neben den Gleisen. Wir waren von der Wanderung noch so geschafft, dass wir die Augen schlossen und kurz dösten. Als wir später wieder aufsahen, waren wir auf einmal umringt von mehreren Spaniern, die auch auf den Zug warteten. Hupps...

In Pontevedra angekommen, trafen wir erneut all unsere Freunde aus den vergangenen Herbergen wieder. Dieses Mal setzten wir uns alle zusammen in den Aufenthaltsraum und teilten uns eineinhalb Flaschen Wein. Die andere Hälfte brauchten unsere Freunde um Spaghetti Bolognese zu kochen.

Kurioserweise waren während des Jakobsweges die Gespräche völlig anders, als wir sie aus unserem normalen Umfeld in Deutschland kennen. Es ging diesmal nicht um den Namen, das Alter und den Beruf, sondern um viel persönlichere Themen, Probleme und Ängste.

Der Italiener war zum Beispiel eigentlich ein Pizza-Bäcker, der keine Lust mehr hatte, weiterhin in seinem „langweiligen“ Dorf zu leben. Der Koreaner hingegen brauchte eine Pause von seinem harten Informatik-Studium in Korea, und die Frau von Gran Canaria hat ihren Job als Krankenschwester verloren und nutzte die freie Zeit, um einen klaren Kopf zu bekommen.

Kristin und ich hatten aber nicht wirklich viel zu erzählen. Wir sind schließlich nur Studenten, die gerade vorlesungsfreie Zeit hatten.“

Von Michaela Gebauer

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