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Stadt Peine „Monsieur Claude und seine Töchter“ packen ernstes Thema komödiantisch an
Stadt Peine „Monsieur Claude und seine Töchter“ packen ernstes Thema komödiantisch an
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00:21 27.10.2018
Eine Szene aus dem Theaterstück „Monsieur Claude und seine Töchter" in den Festsälen. Quelle: Svenja Felka
Peine

Ein französisches Ehepaar, seine vier Töchter und vier Schwiegersöhne unterschiedlicher Nationen: Der Peiner Kulturring präsentierte am Dienstagabend in den gut gefüllten Peiner Festsälen die französische Filmkomödie „Monsieur Claude und seine Töchter“ live auf der Theaterbühne. 13 Schauspieler des Agon-Theaters München ließen das Publikum über mehr als zwei Stunden lachen und gaben gleichzeitig Denkanstöße für das Toleranzverständnis.

Religionen treffen aufeinander

Zum Stück: Monsieur Claude (Ralf Novak), ein wohlhabender Notar, und seine Frau Marie Verneuil (Mona Perfler) haben vier erwachsene Töchter. Als strikte Katholiken sind sie sehr enttäuscht darüber, dass sie drei ihrer Nachkommen in die Hände von Männern geben mussten, die ihre religiöse Orientierung nicht teilen: Ein jüdischer Kaufmann, ein muslimischer Richter und ein chinesischer Banker.

Umso erfreuter ist das Ehepaar, als es erfährt, dass ihre vierte Tochter Laura einen katholischen Schauspieler heiraten wird. Allerdings wärt die Freude nur so lang, bis Claude den neuen Schwiegersohn mit afrikanischem Migrationshintergrund kennenlernt. Der Vater dieses Mannes hat ein ähnliches Problem wie Monsieur Claude mit der Familie seiner neuen Schwiegertochter, so dass die bereits geplante Hochzeit beinah zu scheitern droht.

Die Peiner Festsäle waren gut gefüllt. Quelle: Svenja Felka

Die Schauspieler zeigten eine großartige Leistung, die mit der fortschreitenden Geschichte zu immer neuen, witzigen Höhepunkten auflief. Fehlte am Anfang vielleicht noch etwas Schlagfertigkeit, machte die zweite Hälfte des Stücks alles wieder wett.

Bin ich durch Vorurteile geprägt?

Ein schlichtes Bühnenbild konnte schnell in verschiedenste Orte umgebaut werden, ob das Elternhaus der Familie Verneuil oder der Teich am Rand der Heimatstadt. „Die Schauspieler haben es sehr gut geschafft, ein ernsthaftes Thema in eine Komödie zu verpacken“, beschreibt die Besucherin Tabea Grobe (19) das Stück, das ein heutzutage immer wichtiger werdendes Thema anspricht.

Jeder Zuschauer konnte sich wohl zeitweise mit Monsieur Claude, aber genauso auch mit seinen Töchtern identifizieren, ständig mit der Frage konfrontiert: Ist meine Meinung eigentlich durch Vorurteile geprägt oder bin ich offen für eigene Erfahrungen?

Von Svenja Felka

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