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Mörder traf sich schon früher mit Internet-Bekanntschaft

Melanie-Prozess Mörder traf sich schon früher mit Internet-Bekanntschaft

Der mutmaßliche Mörder von Melanie aus Peine hat sich schon vorher mit einer Internet-Bekanntschaft getroffen und diese zum Sex überredet. Die 28-Jährige sagte am Montag als Zeugin in dem Prozess am Hildesheimer Landgericht aus.

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Der des Mordes an der 23 Jahre alten Melanie Angeklagte Benjamin F. wird von Justiz-Beamten in den Saal des Landgerichts in Hildesheim geführt.

Quelle: dpa

Hildesheim. Sie habe damals freiwillig mit dem Mann geschlafen. "Aber ich hatte Angst", sagte die junge Frau. Der Mann soll kurze Zeit später die 23-jährige Melanie in seine Wohnung gelockt und umgebracht haben. Der Angeklagte lernte die 28-jährige Zeugin damals über die gleiche Online-Plattform kennen wie auch sein späteres Opfer.

"Er wollte ein spontanes Treffen", erinnerte sie sich am Montag im Zeugenstand. Bei diesem Treffen im September 2010, also wenige Wochen vor der Tat am 26. Oktober, habe er ihr dann gesagt, dass er eine Ausbildung zum Masseur habe und ihr eine Massage angeboten. Im Laufe der Massage sei es dann zum Sex gekommen. "Er hat es gefordert", sagte die 28-Jährige. Sie habe damals als Prostituierte gearbeitet, was der 27-Jährige aber bei dem ersten Treffen nicht gewusst habe.

Der Geschlechtsverkehr sei zwar einvernehmlich gewesen. Die Frau fühlte sich aber offenbar trotzdem unwohl dabei. "Hoffentlich ist der Abend bald vorbei, damit ich ihn los bin", habe sie sich damals gedacht. Sie habe ihn aber nicht abgewiesen, weil sie Angst vor ihm gehabt habe. Er sei aber nicht gewalttätig geworden.

Der 27-Jährige hat sich laut Anklage später im Internet als "Sarah" ausgegeben, Melanie angesprochen und in seine Wohnung gelockt. Dort wollte er sie vergewaltigen. Als die Floristin sich wehrte, schnitt er ihr die Kehle durch und verging sich anschließend an der Leiche der jungen Frau.

Der Angeklagte hat die Tat gestanden. Er bestreitet aber, sie geplant zu haben. Am Montag sagte außerdem unter anderem eine Ex-Freundin des Angeklagten aus, die Mutter seines kleinen Sohnes. Mit ihr hatte er sich noch kurz vor der Tat über das Umgangsrecht gestritten. Der Prozess wird am kommenden Montag fortgesetzt.

dpa/lni

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