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Stadt Peine Mittelalterliche Stadtgründung von Peine neu interpretiert
Stadt Peine Mittelalterliche Stadtgründung von Peine neu interpretiert
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19:01 15.05.2018
Dr. Thomas Küntzel (hinten echts) und Dr. Ralph Holländer sprachen im Kreismuseum über Peines Stadtentwicklung. Quelle: Sylvia Knapek-Wodausch
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Peine

Im Zeitraum zwischen dem 12. und 15. Jahrhundert entstanden im Deutschen Reich viele Städte, deren Anlage Rückschlüsse auf ein Konzept zulassen. Schon seit Jahren besteht für die Wissenschaft kein Zweifel mehr daran, dass die scheinbar organisch gewachsenen Grundrisse mittelalterlicher Städte häufig das Ergebnis eines Gründungsakts waren, mit dem eine präzise und umfassende Aufmessung des Territoriums einherging.

Bei der Festlegung von Straßenfluchten spielte die Beobachtung von Sonnenauf- und Untergängen eine wichtige Rolle. Neues – und für die Zuhörer im Kreismuseum ungewöhnliches Licht- warf der Referent Dr. Thomas Küntzel aus Göttingen auf seine Neudeutung des historischen Straßenverlaufs in Peine. Auch hier seien, so Küntzel, durch die Betrachtung der Sonnenaufgänge im Frühjahr der Jahre 1218 und 1219, die Straßenverläufe durch Auspeilung des Sonnenstandes festgelegt worden.

Damit wurde auch die Chorausrichtung der ersten Peiner Kirche nach Osten markiert. Ihre Ausmaße hatte möglicherweise, so die These Küntzels, ähnliche Maße wie der Salomonische Tempel. Küntzel weiter: „Die mittelalterliche Stadt war immer auch das Abbild des Himmlischen Jerusalems“.

Mithilfe dieser Sonnenachsen und prägnanter Punkte lassen sich heute Rückschlüsse auf -womöglich bewusst angelegte- verschiedene geometrische Figuren sowie auch auf Menschen- und Tiergestalten ziehen und in den Stadtplan projizieren. Eine mögliche Figur könnte zum Beispiel den Ritterheiligen St. Georg zeigen, dessen Kopf die Burg markiert, der Marktplatz den Körper und die Beine sich im Straßenverlauf der Breiten Straße und Echternstraße zeigen. Seine abgewinkelten Arme werden von den Straßen zum Damm und Stederdorfer Straße angedeutet. So war man dem Heiligen und dem Himmel nah. Laut Küntzel lassen sich zu einigen anderen Städten hier in der Region Parallelen zur Stadtgründung ziehen.

Auf den ersten Blick hinterließ der Vortrag beim Zuhörer mehr Fragen als Antworten, zumal es keine schriftlichen Quellen gibt, die diese Hypothese unterstützen. Sicher ist, dass es zu diesem neuen und spannenden Ansatz in den kommenden Jahren noch einiges zu entdecken gilt.

Von Sylvia Knapek-Wodausch

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