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Lindenquartier: Vertragsverhandlungen stehen kurz vor dem Abschluss

Neues Einkaufszentrum Lindenquartier: Vertragsverhandlungen stehen kurz vor dem Abschluss

Das Lindenquartier kommt: Nach PAZ-Informationen ist der Kaufvertrag für das ehemalige Hertie-/City-Center-Gelände zwischen der Stadt Peine und dem Investor OFB Projektentwicklung aus Frankfurt inzwischen so gut wie unterschriftsreif.

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Blick auf das ehemalige Hertie-Haus und das City Center.

Peine. Das Lindenquartier kommt: Nach PAZ-Informationen steht der Kaufvertrag zwischen der Stadt Peine und dem Investor OFB Projektentwicklung aus Frankfurt/Main für das ehemalige Hertie-/City-Center-Gelände kurz vor der Unterschriftsreife. In dem neuen Einkaufszentrum in der Innenstadt sollen Edeka und ein Elektromarkt die Hauptmieter werden. Ein genauer Zeitplan steht noch nicht fest.

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Hertie und die meisten anderen Geschäfte im City Center stehen seit Jahren leer. Nun soll dort das Lindenquartier entstehen, ein neues Einkaufszentrum mit rund 11000 Quadratmetern Verkaufsfläche, Geschäften wie Edeka und einem kleinen Elektromarkt sowie Gastronomie. Ein genauer Zeitplan steht allerdings noch nicht fest.

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Peines Bürgermeister Klaus Saemann (SPD) konnte die Unterschriftsreife des Vertrags auf PAZ-Anfrage letztlich noch nicht bestätigen. Zum Verfahrensstand erläuterte er: „Mir geht es beim Lindenquartier wahrscheinlich wie vielen anderen Peinern auch.“ Er wünsche sich natürlich, dass es so schnell wie möglich voran gehe. Doch bevor das Projekt realisiert werden kann, müssten die Verhandlungen zu Ende geführt und eine politische Entscheidung per Ratsbeschluss getroffen werden. Weitere Planungsdetails zum Lindenquartier könne die Stadt leider nicht benennen, da für das Wettbewerbsverfahren Geheimhaltung vereinbart worden ist.

Wesentlicher Bestandteil der Vertragsverhandlungen mit der OFB sei der Kaufpreis für das rund 20 000 Quadratmeter große Gelände. Hintergrund: 2012, drei Jahre nach der Schließung des Hertie-Kaufhauses, hatte die Stadt das Brachen-Gelände aus einer Insolvenz heraus gekauft. 2013 wurden die Pläne für das Lindenquartier vorgestellt, als Mindestkaufpreis für das gesamte Areal wurden etwa 1,7 Millionen Euro veranschlagt. Zwischenzeitlich hat die Stadt allerdings noch mehrere angrenzende Grundstücke und Gebäude hinzugekauft (PAZ berichtete). Insofern gilt es, jetzt noch einmal neu über den Kaufpreis zu verhandeln.

OFB will nach eigenen Angaben rund 40 Millionen Euro in das Lindenquartier investieren. Nach dem letzten Stand sind mehrere Gebäude mit einer Gesamtverkaufsfläche von etwa 11 000 Quadratmetern geplant. Hauptmieterin auf einer Fläche von mehr als 4000 Quadratmetern soll Edeka werden. Der Einzelhandelskonzern bestätigte gegenüber der PAZ entsprechende Pläne. Pressereferentin Miriam Pöttker bezeichnete das Lindenquartier als „Wunschstandort“. Als Ankermieter und Frequenzbringer könne man dort nachhaltig für eine Belebung der Innenstadt sorgen.

Das E-Center am Friedrich-Ebert-Platz soll nach dem Umzug ins Lindenquartier geschlossen, bis dahin aber möglichst weiter betrieben werden. Nach PAZ-Informationen läuft der Mietvertrag für die ehemalige Marktkauf-Immobilie 2018 aus. Pöttker: „Aufgrund der sehr frühen Planungsphase können wir zu einem angedachten Termin für die Neueröffnung noch keine Auskunft geben.“

Als weiterer Ankermieter ist laut gut unterrichteter Kreise ein kleinerer Elektromarkt angedacht. Was darüber hinaus kommt, wird derzeit noch verhandelt. Als sehr wahrscheinlich gelten Bekleidungsgeschäfte und Gastronomie. Zusätzlich sind nun offenbar doch auch Wohnungen geplant (siehe Artikel unten).

Bürgermeister Saemann konstatierte: „Ich sehe die Notwendigkeit, dass es jetzt sichtbar voran geht. Die Erwartungshaltung der Bürger ist verständlicherweise hoch. Und auch die Politik ist sehr interessiert am Fortschritt des Projekts.“

Das Lindenquartier gilt als das wichtigste Zentrums-Projekt überhaupt – und soll letztlich auch die Attraktivität der Innenstadt erhalten und verbessern.

Von Michael Lieb

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