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Lebenshilfe eröffnet Wohnungsschule in Peine

Bildungsangebot für Menschen mit Behinderungen Lebenshilfe eröffnet Wohnungsschule in Peine

Anfang des Jahres hat die Lebenshilfe Peine-Burgdorf in Zusammenarbeit mit dem Landkreis Peine ein neues Angebot für erwachsene Menschen mit einer Behinderung geschaffen, die Wohnschule. Gestern fand die offizielle Eröffnung mit Reden von Landrat Franz Einhaus und Bürgermeister Klaus Saemann an der Breiten Straße 15 statt.

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Leiterin Isabella Ludewig (blonde Haare) kümmert sich liebevoll um ihre neue Wohnungsschule-Gruppe, bei der sich alle bestens verstehen.
 

Quelle: Michaela Gebauer

Peine. Wäsche zusammenlegen, Böden putzen und gesund Kochen: Für die einen mag das ganz einfach klingen, andere haben damit aber noch einige Schwierigkeiten. Um diese alltäglichen Dinge von der Pike auf zu erlernen, hat die Lebenshilfe vor drei Monaten eine Wohnschule ins Leben gerufen, um den Menschen mit Behinderungen unter die Arme greifen zu können. Schließlich sind sie trotz ihrer Einschränkungen „keine Menschen zweiter Klasse“, wie die Teilnehmer bei der Eröffnungsfeier betonten.

Hier befindet sich die Wohnschule

Hier befindet sich die Wohnschule.

Quelle: Michaela Gebauer

„In der Wohnschule bekommen erwachsene Menschen mit einer geistigen Behinderung die Möglichkeit, durch gezielte Lerninhalte und praktisches Üben für sich eine bewusste Entscheidung für ihre Lebensperspektive im Bereich Wohnen zu treffen“, erklärt die Leiterin Isabella Ludewig. Das Kursangebot erstreckt sich über zwei Jahre. Es gibt verschiedene Lernmodule, die je nach Bedarf der Teilnehmer vermittelt werden sollen. Unter anderem geht es um ausgewogene Ernährung, Mülltrennung, Körperpflege, Behördengänge und Arztbesuche.

Die Caterer bei der Eröffnungsveranstaltung der Lebenshilfe

Die Caterer bei der Eröffnungsveranstaltung der Lebenshilfe.

Quelle: Michaela Gebauer

Der 20-jährige Jonas-Alexander Nordmeyer ist einer der Peiner Wohnschüler und seit drei Monaten fleißig mit Lernen beschäftigt. „Zurzeit lebe ich bei meinen Eltern. Mir ist es aber wichtig, auch alleine wohnen zu können – und deshalb bin ich froh, dass ich hier alles gezeigt bekomme“, sagt er. Da der Kurs zurzeit einmal wöchentlich stattfindet, hat Nordmeyer deshalb noch genug Zeit, auch beruflich aktiv zu sein. „Ich arbeite in der Lebenshilfe an Maschinen wie der Fräse“, sagt er stolz.

Bürgermeister, Lebenshilfe-Chef und Landrat stehen an der Stelle der Breiten Straße, wo es rechts zur Wohnschule geht

Bürgermeister, Lebenshilfe-Chef und Landrat stehen an der Stelle der Breiten Straße, wo es rechts zur Wohnschule geht.

Quelle: Michaela Gebauer

Landrat und Bürgermeister stehen voll hinter der neuen Einrichtung und sind sich einig, dass die Selbstständigkeit von Menschen mit Behinderungen gefördert werden sollte.

Von Michaela Gebauer

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