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„Kunden bestimmen Angebot“

Einzelhandelskonzept „Kunden bestimmen Angebot“

Soll die Südstadt weiter im Fokus des Einzelhandelskonzeptes bleiben, oder wird sie abgekoppelt? Wie sieht das Konzept für die leerstehende Hertie-Immobilie aus? In den kommenden Wochen werden sich die Politiker darüber den Kopf zerbrechen müssen. Denn Anfang 2010 soll das neue Konzept stehen.

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Die neue City-Galerie soll einer der neuen Schwerpunkte im Einzelhandelskonzept der Stadt werden.

Quelle: Archiv

Peine. Künftig könnte sich der Innenstadthandel auf einen eng begrenzten Raum rund um die Peiner Fußgängerzone konzentrieren. Das ist eine Variante des Einzelhandelskonzeptes, das die Stadt beim Stadtplanungs-Unternehmen Stadt+Handel aus Dortmund in Auftrag gegeben hat. In der strengsten Variante würde sogar das Hertie-Kaufhaus künftig aus der Einzelhandelszone in der Innenstadt herausfallen – genauso wie das ehemalige Postgebäude.

Wie das Konzept tatsächlich aussehen wird, wird in den kommenden Wochen in einem Arbeitskreis mit Kaufleuten, Stadtverwaltung und Politik beraten. Dann hat der Stadtrat das Wort. Bürgermeister Michael Kessler (SPD) und Stadtbaurat Hans-Jürgen Tarrey zeigten im Gespräch mit der PAZ schon einmal mögliche Wege auf.

„Die Stadtplaner schlagen vor, die Einzelhandelszone in der Innenstadt auf das Gebiet nördlich der Bahn zu beschränken“, erläutert Tarrey. „Das kann aber nicht im Sinne unserer Stadtentwicklung sein“, ergänzt Kessler. Schließlich sei die Südstadt Teil der Städtebauförderung und dort müssten vor allem kleine Einzelhändler Entwicklungspotenzial bekommen.

Interessant sei die sogenannte Knochenstruktur in der Fußgängerzone zu fördern. Ein Magnet sei dabei die Gastronomie am Marktplatz, der Gegenpol die City-Galerie mit ihren Einzelhändlern an der Bahnhofstraße. Dazwischen liegen kleinteilige Einzelhandelsgeschäfte. „Das ist interessant, weil wir mit der Konzentration kaum Leerstände haben werden“, sagt Kessler.
Ob damit nicht potenzielle Investoren von der Hertie-Immobilie abgeschreckt werden, wenn sogar überlegt wird, Hertie und das City-Center aus der bevorzugten Innenstadtlage herauszunehmen? „Zurzeit ist der Preis für das Gebäude so hoch, dass Interessenten schnell wieder abspringen“, sagt Kessler. Mögliche Investoren könnten auch einfach den Baugrund nutzen, mit ihrem Geschäft näher an die Fußgängerzone heranzurücken.

Ein Name der immer ins Spiel kommt, ist der der schwedischen Bekleidungskette H&M. Kessler hat jüngst mit einem deutschen Manager gesprochen. Dieser habe gesagt, dass der Standort Peine für die Schweden nicht uninteressant sei, im Augenblick aber nicht oben auf der Prioritätenliste stehe.

Zudem habe Peine in den vergangenen Wochen am Bekleidungsangebot aufgeholt. „Dort waren wir unterversorgt“, sagt Kessler. Mit Plan B und Prinz seien aber nun zwei neue Geschäfte hinzugekommen, die diese Lücke ein wenig füllten. Weiteren Nachholbedarf sieht die Stadt bei Spielwaren, Schuhen, Nahrungs- und Genussmitteln in der Innenstadt. Doch wirklich bewegen kann die Verwaltung wenig. „Die Immobilien sind in Privatbesitz, letztlich stimmen die Kunden mit den Füßen ab, welche Angebote sich ansiedeln oder halten“, sagt Kessler.

Thorsten Pifan

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