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Stadt Peine Krötenwanderung: Dünger sorgt für Aufregung
Stadt Peine Krötenwanderung: Dünger sorgt für Aufregung
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00:20 17.03.2019
Naturschützer Thomas Freiberg wurde auf den Blaukorn-Dünger am Amphibienschutzzaun aufmerksam. Quelle: Antje Ehlers
Peine

Für große Aufregung sorgte gestern ein ungewohnter Anblick bei dem Stederdorfer Thomas Freiberg, als er am Mittwochmorgen den Amphibienschutzzaun an der Sundernstraße kontrollierte. Auf einer etwa 150 Meter langen Strecke waren unmittelbar neben dem Schutzzaun gegenüber des Goltzplatzes blaue Körner zur Waldseite hin ausgestreut. Nach einer ersten Einschätzung handelte es sich dabei um Blaukorn-Dünger, wie er überwiegend von Kleingärtnern verwendet wird und auch als Nitrophoska bekannt ist.

Dünger ist nicht unumstritten

Als Freiberg wie gewohnt den Schutzzaun kontrollierte und Kröten auf ihrer Wanderung vom Herzberg ins Barumer Moor über die Straße tragen wollte, fielen ihm die auffälligen, blauen Körner auf. Er dachte dabei sofort an den Blaukorn-Dünger. „Der ist doch giftig und eine Gefahr für die Tiere“, dachte der Naturschützer, schließlich enthalte der Dünger einen hohen Nitratgehalt und sei auch unter privaten Gärtner nicht unumstritten. Und in einen Wald gehöre Dünger schon gar nicht.

Thomas Freiberg hat sich dann nach eigenen Angaben mit der Stadtgärtnerei in Verbindung gesetzt, da er aufgrund der räumlichen Nähe des Standortes und der Zuständigkeit für den Herzberg einen Zusammenhang vermutet hat. Dort wurde ihm bestätigt, dass es sich bei dem ausgebrachten Dünger um Blaukorn handelt, welcher aber nach Angaben auf einem Sicherheitsdatenblatt gemäß einer Verordnung der Europäischen Union kein gefährlicher Stoff oder gefährliches Gemisch sei. „Zum Glück waren bei den kühlen Temperaturen nicht allzu viele Kröten unterwegs, so dass die Tiere nicht wirklich in Gefahr waren“, so Freiberg.

Ortsbesichtigung wurde durchgeführt

Petra Neumann, Sprecherin der Stadt Peine, teilt auf Nachfrage zu dem Vorfall mit, dass beim flächigen Düngen im genannten Bereich versehentlich Düngerkörner über den Schutzzaun geraten sind.

Gemeinsam mit Thomas Freiberg habe der Sachgebietsleiter der Stadtgärtnerei, Oliver Mühe, eine Ortsbesichtigung durchgeführt, erklärt Neumann weiter. Im Nachgang zu diesem Termin seien dann die Düngerkörner entfernt worden. Sie verwies ebenfalls auf das Sicherheitsdatenblatt, laut dem „keinerlei Gefährdung für die Amphibien“ bestehe.

Von Antje Ehlers

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