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Stadt Peine Klinikum: „Tiefe Einschnitte, aber nicht beim Pflegepersonal“
Stadt Peine Klinikum: „Tiefe Einschnitte, aber nicht beim Pflegepersonal“
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00:18 31.01.2019
Das Peiner Klinikum an der Virchowstraße steckt in der Krise. Eigentümer des Krankenhauses ist die AKH-Gruppe aus Celle. Quelle: Tobias Mull
Peine/Celle

Zur Situation: Nur mit einer Finanzspritze von 14 Millionen Euro konnten Ende 2018 die Landkreise Celle und Peine eine drohende Insolvenz der AKH-Gruppe, zu der auch das Peiner Klinikum gehört, gerade noch abwenden, ausgestanden ist die Krise aber noch lange nicht. Es könnten weitere finanzielle Hilfen nötig sein, die Peiner Politik signalisierte bereits Unterstützung.

Einen Verlust von 16,5 Millionen Euro hatte die AKH-Gruppe aus Celle im Geschäftsjahr 2017 eingefahren. Ohne das Geld der öffentlichen Hand hätten laufende Rechnungen und sogar die Dezember-Gehälter nicht mehr gezahlt werden können.

Der Vorstandsvorsitzende der AKH-Gruppe, Dr. Martin Windmann Quelle: Foto: Archiv

Windmann ging auf die Anfänge der Finanzmisere ein, als sich Mitte vergangenen Jahres abzeichnete, dass viele finanzielle Altforderungen gegenüber den Krankenkassen nicht mehr „belastbar“ seien. Die Folge: eine einmalige Abschreibung in Höhe von 16,5 Millionen Euro.

Kredite wurden zweckentfremdet genutzt

Vor Weihnachten spitzte sich die Finanzmisere zu. In der Zwischenzeit war zutage getreten, dass unter Windmanns Vorgänger Stephan Judick ein Baukredit dazu benutzt worden war, um laufende Ausgaben zu bezahlen – sechs Millionen Euro sollen zweckentfremdet worden sein. Die Evangelische Bank möchte das Geld zurück, beim AKH entstand eine akute Liquiditätslücke.

Hans-Werner Kuska, Kaufmännischer Direktor und Geschäftsführer des Klinikums Peine. Quelle: Foto: Archiv

Dann kam Windmann nach Angaben der Celleschen Zeitung auf die Zukunft zu sprechen. Bis Ende April soll das von den Banken geforderte Sanierungsgutachten fertig sein. Erneut stimmte der AKH-Vorstand die Mitarbeiter auf „tiefe Einschnitte“ ein. Aber der pflegerische Bereich werde nicht von Personaleinsparungen betroffen sein. Für andere Berufsgruppen könne dies allerdings nicht ausgeschlossen werden.

Mitarbeiter sind über die Lage informiert

Ralf Kuchenbuch ergänzt: "Um die Mitarbeiter des Klinikums Peine auf dem Laufenden zu halten, fand auch hier eine Mitarbeiterversammlung statt, die vom Geschäftsführer Hans-Werner Kuska geleitet wurde. Die Situation in Peine ist ähnlich wie in Celle. Derzeit wird ein Gutachten erstellt und eine Personalanalyse durchgeführt. Zum jetzigen Zeitpunkt ist es für Ergebnisse – mit Ausnahme der bereits genannten Situation in der Pflege – noch zu früh.“

Von Thomas Kröger

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