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Stadt Peine Krise bei Peine Marketing: Stellen werden nicht neu besetzt
Stadt Peine Krise bei Peine Marketing: Stellen werden nicht neu besetzt
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00:16 08.01.2019
Die Geschäftsstelle von Peine Marketing in der Peiner Fußgängerzone. Wie groß ist die Krise bei der städtischen Stadtmarketinggesellschaft wirklich? Quelle: Tobias Mull
Peine

In dem innerhalb der Haushaltsberatungen veröffentlichen Lagebericht zu Peine Marketing bezeichnet Geschäftsführer Thomas Severin das Jahr 2018 als wirtschaftlich eines der schwierigsten Jahre für Peine Marketing. Mit dem Auslaufen von drei Sponsorenverträgen und üblichen Kostensteigerungen würden mindestens 60 000 Euro fehlen, die schon im Vorjahr angespannte Situation hätte sich noch verschärft.

„Die Weichen sind gestellt“

„Die Einsparungen sind nur durch Personalabbau und damit verbundenen Aufgabenreduzierungen zu erzielen“, so Severin weiter in dem Bericht. Die Weichen dafür seien bereits gestellt worden – mit anscheinend gravierenden Folgen.

Im Bereich der Veranstaltungstechnik sei die Gesellschaft nur noch sehr eingeschränkt handlungsfähig, da die Abteilung personell deutlich verkleinert wurde. „Zwei Mitarbeiter haben auf eigenen Wunsch das Unternehmen verlassen. Die Stellen wurden nicht neu besetzt“, sagte Stadt-Sprecherin Petra Neumann auf PAZ-Anfrage. Im neuen Jahr sollen zudem ein Auszubildender und ein technischer Mitarbeiter auf eigenen Wunsch aus dem Betrieb ausscheiden, eine Neubesetzung sei zurzeit nicht geplant.

Externer Gutachter

Demnach gab es im Zuge der aktuellen Krise zwar keine Entlassungen, unter dem Strich werden jedoch vier Stellen eingespart. Und das bei derzeit zehn Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen, davon mehrere in Teilzeit, und drei Auszubildenden. Ob über die benannten Stellenkürzungen weitere personelle Einschnitte geplant seien, wollte die PAZ wissen. „Zurzeit nicht“, sagte die Stadt-Sprecherin – und ließ damit Raum für Spekulationen.

Denn nach PAZ-Informationen soll nun ein externer Gutachter eingesetzt werden, der die Strukturen bei Peine Marketing durchleuchtet – 60 000 Euro könnte das kosten. Obligatorisch auf der Tagesordnung bei solchen Untersuchungen: Personalstärke und Aufgabenkritik.

So entwickelte sich die Krise bei Peine Marketing

Um die finanzielle Ausstattung von Peine Marketing hat es seit der Gründung der Stadtmarketing-Gesellschaft im Jahre 2003 immer wieder Diskussionen gegeben. Derzeit zahlt die Stadt jährlich einen unbefristeten und nicht-zweckgebundenen Zuschuss in Höhe von 433 000 Euro – für die Jahre 2015 bis 2017 wurde der Zuschuss befristet um 40 000 Euro pro Jahr angehoben.

Die aktuelle Krise war im Frühjahr 2018 öffentlich geworden. Damals hatte Peine-Marketing-Geschäftsführer Thomas Severin das Aus für den Peiner Eulenmarkt verkündet, als Begründung gab er gestiegene Kosten für Sicherheitsauflagen, Gema-Gebühren und den Brandschutz sowie rückläufige Besucherzahlen an. Der geplanten Streichung des traditionellen Stadtfestes aus Kostengründen folgte ein Aufschrei – nicht nur in der Bevölkerung, sondern auch in den Reihen der Politik, der Kaufmannschaft und der Gastronomie.

Peines Bürgermeister Klaus Saemann (SPD) lud zu einem Runden Tisch – am Ende einigte man sich auf die Fortführung des Festes. Dafür gab es von der Stadt Peine einen einmaligen Zuschuss für die Organisation des Peiner Eulenmarktes in Höhe von 23 800 Euro. Mit einem neuen Konzept ging der Eulenmarkt dann im September nach Aussage von Peine Marketing erfolgreich über die Bühne.

Die Abteilung Veranstaltungstechnik

Wegen deroben angesprochenen Stellenreduzierungen in der Abteilung Veranstaltungstechnik ist nach Angaben von Geschäftsführer Thomas Severin der Aufbau von Bühnen und eigener Technik durch Peine Marketing nicht mehr möglich. Lediglich kleinere Dienstleistungen und der Verleih von Equipment an Vereine sollen weitergeführt werden. Laut Severin könnte wegen weiterer Personaleinschnitte ab Mitte 2019 der Verleih vorhandener Technik komplett entfallen. Das wollte die Stadt auf Anfrage nicht explizit bestätigen. Entfallen seien bislang lediglich kaum nachgefragte Dienstleistungen in diesem Bereich, auch das Bühnenequipment sei „bisher nicht“ verkauft worden.

Von Tobias Mull

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