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Stadt Peine Waschbär und Nutria bedrohen heimische Tiere und Pflanzen
Stadt Peine Waschbär und Nutria bedrohen heimische Tiere und Pflanzen
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21:15 27.03.2018
Nutria sind im Peiner Land auf dem Vormarsch. Quelle: Archiv
Peine

 Im Jagdjahr 2016/2017 kamen in Peine 225 Nutria und 118 Waschbären zur Strecke. Damit waren das 194 Nutria und 51 Waschbären mehr als in der Jagdsaison 2015/2016. Im Jagdjahr 2016/2017 wurden landesweit 21 866 Nutria erlegt, doppelt so viele wie im Vorjahr (10 387). Hinzu kommen 11 968 Waschbären (Vorjahr: 10 070). Das geht aus dem aktuellen Landesjagdbericht des niedersächsischen Landwirtschaftsministeriums hervor.

„Wir verzeichnen ständig wachsende Zahlen der gebietsfremden invasiven Arten wie Waschbär und Nutria. Diese weiter anhaltende Verbreitung war noch vor zwei Jahrzehnten eher bedeutungslos“, sagt Axel Rühmann, Vorsitzender der Kreisjägerschaft. Waschbären haben Jungvögel und Eier auf dem Speiseplan. „Ihre Bejagung kann die Ausbreitung reduzieren und ist ein wichtiger Beitrag zum Artenschutz“, so Rühmann. Nutria als fast reine Pflanzenfresser seien Nahrungskonkurrenten für andere Tiere und beeinträchtigten somit die Vegetation.

Das Peiner Land sei eine Hochburg der Niederwild-Reviere. Gerade für heimische Niederwild-Jungtiere und Singvögel sei der Allesfresser Waschbär bedrohlich, der auch Nester von Greifvögeln und Gelege von Bodenbrütern plündere. Große Erfolge bei der Bejagung der Waschbären könne daher auch die Fangjagd erbringen.

Zudem sei die rasante Zunahme der Nutria (ein Weibchen kann drei Würfe im Jahr haben) längst nicht mehr allein eine Gefahr für den Küstenschutz. Ihre Grab- und Wühltätigkeit an Flüssen sowie Fraßschäden an Feldrändern bereite auch im Peiner Land zunehmend Probleme.

Die Europäische Union hat Waschbären und Nutria seit 2016 auf eine Liste mit insgesamt 37 invasiven Tier- und Pflanzenarten gesetzt, deren Ausbreitung in Europa bekämpft werden soll. „Jungwaschbären und Nutrias dürfen ganzjährig in Niedersachsen bejagt werden, Alttiere haben Schonzeiten“, so Rühmann.

Von Birthe Kußroll-Ihle

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