Menü
Peiner Allgemeine | Ihre Zeitung aus Peine
Anmelden
Stadt Peine IG Südlink hat Finanzierungsvorschlag
Stadt Peine IG Südlink hat Finanzierungsvorschlag
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
08:00 24.01.2019
Durch solche Rohre sollen die Kabel auf der „Stromautobahn“ verlegt werden. Quelle: dpa
Peine/Berlin

Hans-Werner Behrens, Vorsitzender der Interessengemeinschaft Südlink, fühlt sich weiter zum Großteil von der Politik im Stich gelassen, was die Entschädigung für Grundbesitzer im Fall des Baus der Stromtrasse Südlink durch den Kreis Peine angeht. Dennoch: „Wir wollen nicht nur fordern, sondern aktiv mitarbeiten und damit etwas beisteuern, dass die Energiewende schnell gelingt und Kosten für die Netzstabilität eingespart werden“, macht er deutlich.

Interessengemeinschaft hat Vorschlag zur Finanzierung

Behrens und seine Kollegen haben unterdessen einen Finanzierungsvorschlag erarbeitet. Die jährlichen Kosten zur Sicherung der Netzstabilität (Redispatch) betragen etwa 1,4 bis 1,5 Milliarden Euro für die Bundesnetzagentur (BNetzA). Der Interessenverband fordert je laufendem Meter Trasse auf privatem Grundbesitz zehn Euro jährliche Entschädigung.

Entschädigungen für 100 Jahre wären vorfinanziert

„Bei einer Gesamtlänge der Trasse von 770 Kilometern macht das eine Summe von etwa 7,7 Millionen Euro im Jahr, die die BNetzA an Konzessionsabgaben zu zahlen hätte. Mit der Erlaubnis, unsere Flächen zu nutzen, um die Energiewende voranzutreiben, und der Weitergabe von Orts- und Bodenkenntnissen kann die Bauzeit verkürzt werden. Das bedeutet, dass allein bei einer um sechs Monate kürzeren Bauzeit Redispatchkosten von 7,7 Milliarden Euro eingespart werden können.“ Somit seien laut Behrens die Konzessionsabgaben für knapp 100 Jahre bereits vorfinanziert. Im Kreis Peine würden die Landwirte insgesamt etwa 20 Kilometer lange Strecke 200 000 Euro jährlich erhalten.

Gesetzliche Vorschläge reichen nicht aus

Nach dem Gesetzesentwurf für die Beschleunigung des Energieumleitungsausbaues gibt es keine Entschädigung für die Landwirte. Es bestehe das Angebot, als Basis für die Grunddienstbarkeit den Verkehrswert pro Quadratmeter zu Grunde zu legen. Dieser liegt je nach Bodenbeschaffenheit bei etwa sechs Euro. „Dies ist keine Entschädigung“, betont Behrens. Nach dem Bau der Trasse ist ein Ausgleich für Ertragsausfälle für drei Jahre nach Fertigstellung der Leitung vorgesehen. Danach könnten weitere Ansprüche auf Ertragsausfälle nach Antrag und Gutachten geltend gemacht werden.

Ein positives Signal gibt es jedoch von Niedersachsens Wirtschaftsminister Dr. Bernd Althusmann (CDU). Er signalisiert in einem persönlichen Schreiben an Behrens: „Die Entschädigung der Bodenbesitzer ist uns ein wichtiges Anliegen, und wir werden sie weiter vorantreiben.“

Von Antje Ehlers

Die Zuweisungs-Praxis von Plätzen beim Wechsel von Krippenkindern in den Kindergartenbereich sorgt in Peine immer mehr für Ärger, am Dienstag hat die Stadt Peine nun eine baldige Lösung versprochen (PAZ berichtete). Der CDU-Fraktionsvorsitzende Andreas Meier begrüßt die Initiative der Verwaltung, sieht jedoch weiteren Handlungsbedarf.

24.01.2019

Auch am heutigen Donnerstag gibt es im Kreis Peine Tempokontrollen. Der Landkreis hat die zu erwartenden Einsatzorte wie immer bereits bekanntgegeben.

24.01.2019

Ein Zugunglück hat es am Mittwochnachmittag gegen 15 Uhr im Bereich des Peiner Bahnhofes gegeben. Ein Güterzugwaggon entgleiste und blockierte bis 19.30 Uhr die Strecke Hannover-Peine-Vechelde Braunschweig. Es kam bis in die Abendstunden zu Verspätungen.

24.01.2019