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Stadt Peine Konzept der THI Holding zum Lindenquartier
Stadt Peine Konzept der THI Holding zum Lindenquartier
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21:03 24.01.2019
Lindenquartier Plan THI Holding Quelle: Architekturbüro Dipl.-Ing. B. Krischke
Peine

Das Angebot der THI Holding für das Lindenquartier basiert auf folgenden Grundlagen:

– Das Informationsmemorandum der Stadt Peine vom 12.03.2014

– Die zusätzlich getätigten Grundstücksarrondierungen der Stadt Peine

– Die in den Monaten Januar bis Dezember 2018 geführten Gespräche mit dem Verwaltungsausschuss des Rates der Stadt Peine und der Stadtverwaltung.

Entwurfsbestimmende Grundidee

Das Lindenquartier soll eine multifunktionale Ergänzung des Innenstadt-Einzelhandelsbereichs darstellen. Es sollen öffentliche und halböffentliche Räume geschaffen werden, ohne dass die Interessen der vorhandenen Anlieger und Nachbarn missachtet werden. Eine fußläufige Erschließung des Areals soll durch ein Wegenetz von allen Seiten ermöglicht werden. Das Lindenquartier soll sich der Innenstadt öffnen und diese unspektakulär und natürlich ergänzen.

Zur Realisierung der definierten Grundgedanken soll die durch das ehemalige Karstadt-Kaufhaus städtebaulich verloren gegangene Lindenstraße wieder etabliert werden. Die Lindenstraße verläuft von Osten nach Westen parallel zur Wallstraße und ermöglicht die fußläufige Anbindung an die Fußgängerzone am Gröpern. Zur Realisierung eines attraktiven Standorts soll im Osten des Baufeldes angrenzend an die Zuwegung zum Gröpern ein multifunktionaler Stadtplatz, der Lindenplatz, entstehen. Der Stadtplatz etabliert den fußläufigen Zugang zu den breit gefächerten Nutzungen des Lindenquartiers, lädt zum Verweilen ein und bildet einen weiteren Baustein zur Stärkung der Aufenthaltsqualität der Innenstadt.

Die bauliche Ausgestaltung des Lindenplatzes und der Lindenstraße soll in Anlehnung an die Gestaltung der Straßenräume Schützenstraße und Glockenstraße erfolgen.

Der Straßenverlauf der neu geöffneten Lindenstraße soll nach Fertigstellung an die Kommune übertragen werden. Halböffentliche Wegeverbindungen wie zum Beispiel eine Fußweganbindung der Wallstraße sollen per Grunddienstbarkeit zu Gunsten der Kommune dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht werden.

Erschließung

Der fußläufige Verkehr erfolgt weitest gehend getrennt vom Kraftfahrzeugverkehr und wird auf den Lindenplatz und seine zentrale Funktion für das Bauvorhaben hingelenkt. Überschneidungen zwischen Kraftfahrzeugverkehr und fußläufige Wegebeziehungen werden auf ein notwendiges Maß reduziert, wozu auch bauliche Maßnahmen, wie Arkaden und Vordachsituationen beitragen, die eine natürliche Trennung der Wege ermöglichen.

Die Verkehrsflächen in halböffentlichen Bereichen werden so gestaltet, als ob es sich um öffentlichen Straßenraum handelt. Gestalterisch sollen die Außenanlagen und Verkehrsflächen einheitlich und qualitativ angemessen und hochwertig erfolgen.

Die PKW-Wegebeziehungen verlaufen über die Lindenstraße und die Luisenstraße, sodass eine Orientierung für den privaten Verkehr jederzeit gegeben ist. Die Gebäudekörper sind übersichtlich gegliedert, Gebäuderückseiten werden minimiert, gestaltet und durch Wegebeziehungen geöffnet. Nebenfunktionen und Sekundärarchitekturen sollen weitestgehend vermieden und bei Bedarf und Erfordernis gestaltet werden. Geschlossene Wandflächen werden in relevanten Teilbereichen begrünt.

Parkplätze werden sowohl ebenerdig als auch auf dem Parkdeck des Lebensmittelmarktes zur Verfügung gestellt.

Die Mitarbeiter und Bewohner der Geschäftshäuser können über eine Tiefgarage verfügen. Behindertengerechte Stellplätze sind zentral vor den Nordbaukörpern platziert, um in räumlicher Nähe zur geplanten Nutzung als Ärzte- und Gesundheitshaus zu stehen.

Das Erschließungskonzept wird im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens konkretisiert und gutachterlich geprüft.

Die LKW-Erschließung des Objekts kann sowohl über die neue Lindenstraße als auch über die Luisenstraße abgewickelt werden. Eine Durchfahrt über halböffentliche Parkplatzbereiche ist jederzeit gewährleistet, sodass Wendemanöver weitestgehend vermieden werden können.

Nutzungsstruktur Einzelhandel

Die Erdgeschosszonen und Teilbereiche des 1.0bergeschosses der Geschäftshäuser im nördlichen Baufeld sind für Einzelhandelsnutzungen vorgesehen. Hier sind folgende Nutzungsbereiche zu differenzieren:

Der Lebensmittelmarkt mit einer großflächigen Verkaufsfläche beinhaltet ergänzend vorgelagerten Zonen sowie Gastronomie und Dienstleistungsangebote.

Im Nordbaukörper Verkaufsflächen für Textilien, Schuhe oder Waren aller Art mit einzelnen Verkaufsflächen bis zu 1.700 Quadratmetern - bei Bedarf ergänzt durch Obergeschossflächen mit dem Ziel einer Vermietung an deutschlandweit agierende Handelsketten.

Verkaufs-, Dienstleistungs- und Gewerbeflächen im Erdgeschoss der Geschäftshäuser mit einer Priorisierung einer Vermietung an regional und lokal agierende Einzelunternehmer oder Manufakturbetriebe.

Gastronomieflächen im Nordbaukörper zur Belebung und Ergänzung des öffentlichen Stadtraums Lindenplatz.

Ergänzende Funktionen und Nutzungsmischung

In Obergeschossflächen der Geschäftshäuser sollen sowohl Gewerbe-, als auch Dienstleistungs-, Büro- und im obersten Geschoss Wohnnutzungen etabliert werden. Ein Augenmerk liegt auf dem Konzept eines Gesundheitshauses, welches das Ansiedeln niedergelassener Allgemeinärzte, Fachärzte, Krankenkassen oder ambulanten Kliniken ermöglicht.

Ergänzt wird das Nutzungskonzept durch eine Apotheke im Erdgeschossbereich. In Prüfung sind verschiedene Konzepte des betreuten Wohnens und Pflegeeinrichtungen.

Alternativ oder ergänzend sind klein- und großflächige Nutzungen durch öffentliche Einrichtungen denkbar und konzeptionell umsetzbar. Die Geschäftshäuser des nördlichen Baufeldes sind multifunktional konzipiert und ermöglichen die Umsetzung einer breiten Bandbreite von Nutzungsmöglichkeiten.

Zeitplan

– Abgabe des finalen Angebotes 01/2019

– Annahme Angebot und Kaufvertragsgenehmigung: 01/2019

– Aufstellungsbeschluss Bebauungsplan: 02/2019

– Abstimmung städtebaulicher Vertrag: bis 05/2019

– Satzungsbeschluss und städtebaulicher Vertrag: 12/2019

– Einreichung Bauantrag: bis 03/2020

– Baugenehmigung: bis 06/2020

– Beginn Abbruch: bis 06/2020

– Baubeginn: bis 08/2020

– Fertigstellung und Inbetriebnahme 2021/2022

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