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Klußmann ärgert sich über Baupläne der Stadt

GuB-Chef empört Klußmann ärgert sich über Baupläne der Stadt

Fassungslosigkeit bei der Gemeinschaft unabhängiger Bürger (GuB): Warum müssen – trotz zahlreicher großflächig geplanter Bauplätze in der Peiner Kernstadt – ausgerechnet zehn Plätze südlich des Goltzplatzes mit einer Million Euro subventioniert werden? GuB-Chef Hartwig Klußmann ist empört und hat sich deshalb an die PAZ gewandt.

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Wegen den Stadt-Plänen gefällt: Hartwig Klußmann zeigt auf einen Stumpen, der einst ein schöner Baum war.
 

Quelle: Privat

Peine. „Vor 16 Jahren wurde der Bereich Goltzplatz/Spiegelbergstraße von Gutachtern für unbedenklich erklärt – mittlerweile will die Stadt dieses 10 000-Quadratmeter-Areal nach einem neuerlichen Gutachten für knapp eine Million Euro doch noch sanieren, um es als Bauland zu vermarkten“, sagt der GuB-Chef. Damit würde seinen Rechnungen zufolge jeder der zehn geplanten Bauplätze mit je rund 100 Euro pro Quadratmeter aus Steuermitteln subventioniert.

„Die Stadt plant Bauplätze, die sich kein Normalverdiener leisten kann“

Für die GuB stehe dies im Widerspruch zur aktuellen Wohnraumsituation in Peine: einerseits fehle es an bezahlbarem Wohnraum, andrerseits plane die Stadt Bauplätze, die sich ein Normalverdiener kaum leisten könne. „Es sei jedenfalls kaum vorstellbar, dass die Stadt die Sanierungsaufwendungen in Höhe von rund 100 000 Euro je Bauplatz über den Baulandverkauf wieder hereinbekomme“, so Klußmann. Und weiter: „Bei wirtschaftlicher Betrachtung müsse zudem der Abriss des vormaligen Hauses für Sport und Jugend bei den erwarteten Bauland-Verkaufserlösen berücksichtigt werden. Vermutlich müsse man allein hierfür mehr als 200 000 Euro von den Erlöserwartungen abziehen.“

So sah es einst am Goltzplatz aus

So sah es einst am Goltzplatz aus.

Quelle: privat

Fraglich sei zudem, ob die zehn Bauplätze überhaupt mit dem Abstandsgebot zu Naturschutzflächen vereinbar seien. „Zum Naturschutzgebiet Barumer Moor betrage die Entfernung nach Westen nämlich lediglich eine Feldwegbreite und das Landschaftsschutzgebiet Herzberg liege östlich auf der gegenüber liegenden Seite der Sundernstraße“, klagt Klußmann. Und weiter: „Besonders ärgerlich ist, dass vorab schon der stattliche Baum in der Grünfläche an der Spiegelbergstraße gefällt werden musste.“

Von Michaela Gebauer

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