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Klinikum: Vortrag über Arthrose

Peine Klinikum: Vortrag über Arthrose

 „Arthrose und deren Behandlungsmöglichkeiten“ war am Mittwochabend das Thema einer Informationsveranstaltung am Klinikum Peine. Der Chefarzt der Klinik für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie, Dr. Ingo Wietoska, und der niedergelassene Chirurg Dr. Jörg Bartholdt referierten gemeinsam zu konservativen und chirurgischen Behandlungsmöglichkeiten der Arthrose.

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Vortrag zum Anfassen: Die Gäste im Klinikum konnten auch Gelenk-Prothesen anschauen.

Quelle: A

Einführende Worte zu Entstehung und Entwicklung von Arthrosen an die etwa 50 Besucher fand Wietoska. „Tendenziell werden Arthrosen zunehmen“, sagte er. Das ist dem demografischen Wandel geschuldet. Arthrosen lassen sich mit verschleißbedingtem Knorpelabrieb beschreiben. Der nimmt im Alter zu.“

Der erste Ansatz der Arthrosebehandlung sollte in der konservativen, das heißt nicht operativer, Therapie liegen. „Durch regelmäßige Bewegung, auch sportliche Betätigung, kann man einer Arthrosebildung entgegenwirken“, so Wietoska. „Da der Gelenkknorpel keine eigene Blutversorgung besitzt, wird er durch Belastung ernährt.“

Weitere Einflüsse auf die Entwicklung von Gelenkverschleiß-Erkrankungen hätten Übergewicht, kleine, wiederholte Verletzungen und gelenkbeteiligende Brüche. „Wenn sich eine Arthrose entwickelt hat, gilt es durch Physiotherapie, Schmerzmedikation und entlastende Maßnahmen Linderung zu erreichen“, erfuhren die Gäste.

„Erst wenn der Leidensdruck so hoch ist, dass man die Schmerzen nicht mehr in den Griff bekommt und das soziale Leben leidet, sollte der Weg zur operativen Sanierung erfolgen. Denn auch der beste Gelenkersatz ist nicht so gut, wie der eigene Knorpel und man muss im Zweifelsfall in seinem Leben auch noch eine Wechsel-OP auf sich nehmen.“ Durchschnittlich halten Prothesen etwa 15 Jahre. Entgegen des Irrglaubens könne man mit einem Gelenkersatz Sport treiben, die Lebensdauer der Prothesen werde durch guten Muskelaufbau sogar gefördert. Im Anschluss an den Vortrag konnten die Besucher bei einem kleinen Snack noch Fragen stellen und auch einmal verschiedene Gelenkprothese in die Hand nehmen.

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