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Stadt Peine Klinikum Peine fordert mehr Aufmerksamkeit für Betroffene
Stadt Peine Klinikum Peine fordert mehr Aufmerksamkeit für Betroffene
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07:12 21.09.2018
Verständnis, Geduld und liebevolle Pflege sind wichtig. Quelle: dpa
Peine

Den Weltalzheimertag am heutigen 21. September nehmen viele Verbände und Organisationen zum Anlass, auf den Umgang mit der Krankheit und erkrankten Personen im Umfeld hinzuweisen.

„Die Alzheimer-Krankheit wird die Menschen zunehmend beschäftigen, schließlich werden die Menschen immer älter. Wenn wir uns die Alterspyramide angucken, wird die Zahl bis 2050 mindestens um das Doppelte steigen“, sagt Dr. med. Ursula Henke, Ärztin in der Abteilung für Geriatrie und Frührehabilitation.

Im Landkreis Peine waren 2015 laut Schätzungen nach Angaben von Pressesprecher Fabian Laaß 2700 Personen an Alzheimer erkrankt, aktuelle Zahlen liegen noch nicht vor.

Vergesslichkeit kann auch andere Gründe haben

Dr. Ursula Henke Quelle: Antje Ehlers

„Allerdings“, erklärt Dr. Henke weiter, „ muss nicht jede Vergesslichkeit gleich Demenz bedeuten.“ Vielfach liegen die Gründe an mangelnder Flüssigkeitsaufnahme im Alter, Infekten, Störungen der Blutsalze oder Medikamentenkonsum, so die Ärztin.

Der Verlauf der Krankheit sei schleichend. Daher sei eine intensive Diagnostik erforderlich, die, um andere Ursachen auszuschließen, nach etwa sechs Monaten wiederholt werden sollte.

In der Regel seien erste Veränderungen ab einem Alter von 60 bis 65 Jahren erkennbar. Etwa drei Prozent der 70-Jährigen seien erkrankt, die Rate steige mit zunehmendem Alter, kann Dr. Henke beobachten.

Im Klinikum gebe es zwar unter Mitarbeit von Psychiatern und Neurologen und bildgebenden Verfahren gute Möglichkeiten von Diagnostik, auf ihrer Station jedoch werden überwiegend Patienten mit Symptomen aufgrund Flüssigkeitsmangels oder anderer Ursachen behandelt.

Auf ihrer Station liegt der Behandlungsschwerpunkt in der Aufrechterhaltung des selbstbestimmten Lebens, unterstützt durch Physio- und Ergotherapeuten und Logopäden, um Bewegungsabläufe und Sprache zu trainieren.

Krankheit ist noch nicht heilbar

Die Krankheit Alzheimer selbst ist trotz intensiver Forschung noch nicht heilbar. „Man kann zwar bei frühzeitiger Behandlung den Verlauf verzögern und lindern, aber nicht heilen“, weiß die Ärztin. Zudem sehe die Forschung zwar Tendenzen wie familiäre Veranlagung oder einen ungesunden Lebensstil, kann aber noch keine eindeutigen Aussagen zu den Auslösern treffen.

Dr. Ursula Henke wünscht sich, dass aufgrund der zunehmenden Bedeutung das Thema Demenz viel mehr in den Vordergrund und das Bewusstsein rückt. „Wir alle können durch Akzeptanz und Geduld dazu beitragen, dass die Betroffenen als Teil der Gesellschaft geachtet werden.

Von Antje Ehlers

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