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Klebefolien gegen triste Schaufensterfronten

Peine Klebefolien gegen triste Schaufensterfronten

Schon seit Ende 2009 steht die ehemalige Nordsee-Filiale in der Fußgängerzone leer. Die Schaufensterscheiben waren zuletzt von innen mit Pappe beklebt, außen hafteten unansehnliche Aufkleber. Die Stadt Peine und Peine Marketing haben sich das Negativ-Beispiel jetzt zum Anlass genommen, dort die gemeinsame "Aktion gegen triste Leerstände" in der Innenstadt zu starten.

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Aktion gegen Leerstand: Michael Kessler (l.) und Thomas Severin schauten zu wie Hardy Patron (r.) und Detlef Caspari vom Stadtmarketing die Folien bei Nordsee aufklebten.

Quelle: mic

Peine. Die Glasfront der ehemaligen Nordsee-Filiale ist gestern von Mitarbeitern von Peine Marketing mit selbst hergestellten Folien beklebt worden. Diese zeigen Peiner Motive wie den Burgpark und sind mit einem Hinweis für potenzielle Miet-Interessenten versehen. Kosten: rund 1000 Euro. Der Eigentümer der Immobilie, eine Lübecker Verwaltungsgesellschaft, habe sich "sehr kooperativ gezeigt", erklärten Thomas Severin von Peine Marketing und Bürgermeister Michael Kessler bei der Vorstellung der Initiative.

Gedacht sei die "Aktion gegen triste Leerstände" für Geschäftsflächen in guter Lage, bei denen sich kurzfristig keine Neu-Vermietung abzeichnet. Nach Nordseee könnten weitere Objekte folgen, derzeit gebe es allerdings keine die in Frage kommen, sagte Kessler.

Die ehemalige "Bon-Prix"-Filiale einige hundert Meter weiter am Gröpern sei bereits neu vermietet. An wen ist noch ein Geheimnis. Für die Hertie-Brache gebe es bekanntlich mit dem Bundesprojekt "Experimenteller Städte- und Wohnungsbau" (PAZ berichtete) einen anderen Lösungsansatz. Die Stadt denkt dabei über einen Ladenneubau am Gröpern nach, der das Areal von der Fußgängerzone abkoppelt. Aktuell gebe es wieder Gespräche mit den Brachen-Eignern.

Auch für die ehemalige Nordsee-Filiale sieht Kessler einen Hoffnungsschimmer: Der Eigentümer habe signalisiert, seine Mietforderung zu überdenken. Im Raum standen etwa 6000 Euro - im Monat.

Die Idee für die Aktion gegen triste Leerstände hatte Peine Marketing. Bei der Umsetzung habe sich die gute technische Ausstattung der Stadt-Tochter bezahlt gemacht, so Kessler.

Hintergrund: Einzelhandel

Peine sei in der glücklichen Lage, dass es in der Innenstadt keinen großen Leerstand gibt, sagt Bürgermeister Michael Kessler. Die Hertie-Brache bezeichnet er als Sonderfall, für den es schon Lösungsansätze gibt (siehe Haupttext). Was so vielleicht nicht bekannt ist: Für Peine interessieren sich laut Kessler auch große Handelsunternehmen. Nur gibt es in der Innenstadt keine geeigneten Flächen für sie. Vor allem große Läden sind rar. Diese Tatsache könnte doch ein Anreiz für potenzielle Investoren sein – vielleicht für die angedachte Ladenzeile am Gröpern oder auch die Hertie-Brache.

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