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Kirschners Hotelkette ist insolvent

Dresden / Ilsede Kirschners Hotelkette ist insolvent

Ein Lebenswerk gerät ins Schwanken: Die Weka-Touristik, eine Hotelgruppe, die das Ilseder Ratsmitglied Werner Kirschner (SPD) seit 1990 in Sachsen aufgebaut hat, musste Ende Februar Insolvenz anmelden. Nach Berichten der Sächsischen Zeitung hat die Hotelgruppe, zu der heute fünf Häuser mit insgesamt 330 Betten und bis zu 80 Mitarbeitern gehören, bei Gläubigern und Banken Schulden von sechs Millionen Euro – darunter auch bei der Kreissparkasse Peine.

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Werner Kirschner.

Quelle: Archiv

Dresden. Nach einem Bericht der „Sächsischen Zeitung“ habe die Kreissparkasse auf einen Teil der Forderung verzichten wollen, der Rest der Darlehensschulden sollten an die Ostsächsische Sparkasse Dresden verkauft werden – ein Deal, der im letzten Moment platzte, weil eine Landesbürgschaft nicht gewährt wurde.

Aus der Geschäftsführung der Gruppe hatte sich Kirschner bereits 2006 zurückgezogen, hielt aber noch 30 Prozent als Gesellschafter der Weka. „Mit der Insolvenz habe ich die Eigentumsrechte verloren“, sagte Kirschner der PAZ.

Finanziell ändere sich für ihn nichts, aber mit dem Herz sei er noch an seinem „Kind“ beteiligt: „Es tut weh, dass etwas, was man aufgebaut hat, zu Grunde geht.“ Die prekäre Finanzsituation könne Kirschner nur bedingt erklären – „dafür bin ich schon zu lange aus der Geschäftsführung. Zu erheblichen Einnahme-Einbußen führte aber eine Baustelle, die die Ortseinfahrt drei Jahre lang gesperrt hat.“

Mit seiner Elbresidenz in Bad Schandau habe das alles nichts zu tun, betonte Kirschner. Aus Altersgründen hält er inzwischen aber nur noch acht Prozent an dem Fünf-Sterne-Hotel.

Simon Polreich

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