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Kinderporno-Videos: Peiner (42) verurteilt

Peine Kinderporno-Videos: Peiner (42) verurteilt

Peine. Eine Geldstrafe in Höhe von 900 Euro muss ein 42-jähriger Peiner bezahlen: Gestern verurteilte das Amtsgericht den Hartz-IV-Empfänger wegen Besitzes von kinderpornografischen Videos.

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Erst der Hinweis eines Bekanntes des Angeklagten brachte Polizei im Januar vergangenen Jahres auf dessen Spur. In der Wohnung des 42-Jährigen fanden Beamte daraufhin eine externe Festplatte, auf der zehn Kinderporno-Videos gespeichert waren.

Der Beschuldigte versuchte vor Gericht die Tat zu relativieren: Er habe die Festplatte für 40 Euro von einem Bekannten gekauft und sie nur kurz angeschlossen, um zu überprüfen, ob sie funktioniere. „Ich habe nicht wirklich geguckt, was darauf war. Ich habe drei, vier Ausschnitte gesehen. Da waren Kinder zu sehen, die waren teilweise nackt. Sex an Kindern habe ich aber nicht gesehen.“

Dann habe er die Festplatte wieder nicht mehr genutzt und in eine Ecke gestellt. Auf Nachfrage der Richterin erläuterte der Peiner: „Ich wollte die Filme eigentlich löschen. Ich bereue, dass ich es nicht getan habe, aber die Platte wurde ja nicht benutzt.“

Ein 51-jähriger Bekannter des Beschuldigten, der die Festplatte verkauft hatte, bestätigte die Geschichte vor Gericht: „Ich habe die Filme vor Jahren heruntergeladen und auf der Festplatte gespeichert. Als ich ihm die Platte verkauft habe, dachte ich, alles sei gelöscht.“ Gegen den 51-Jährigen läuft aktuell ebenfalls ein Ermittlungsverfahren.

Nach der Beweisaufnahme forderte die Staatsanwaltschaft eine Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu je 10 Euro wegen des Besitzes von kinderpornografischen Schriften. Die zuständige Richterin folgte diesem Antrag. Sie betonte: „Die Dateien befanden sich auf der Festplatte des Angeklagten und er wusste davon. Teilweise war das sehr heftiges Material und manche Kinder waren vielleicht gerade einmal sechs Jahre alt...“

js

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