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Kessler: „Königsweg für den Eixer“

Eixer See Kessler: „Königsweg für den Eixer“

Das überraschende Kaufinteresse der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft, für das Gebäude am Westufer des Eixer Sees stößt auf viel Gegenliebe. Auf einen Schlag könnten fast alle Probleme rund um den See gelöst werden. Bürgermeister Michael Kessler (SPD) spricht sogar vom „Königsweg“.

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Beim Eixer See könnte sich eine Lösung ergeben. Nach jahrelangem Tauziehen ist Bewegung rund um das Gebäude entstanden.

Quelle: cb

Kreis Peine . Lösung in Sichtweite: Nach jahrelangem Gezerre um das beliebte Naherholungsgebiet Eixer See könnte jetzt eine langfristige, stabile Regelung gefunden werden. Überraschend meldete die DLRG Kaufinteresse für die Gebäude an. Zuvor hatte es oft Probleme mit der Bewirtschaftung der Gaststätte gegeben. Auch die hohen Investitionskosten von bis zu 250000 Euro lagen vielen schwer im Magen.

Das Kaufinteresse stößt in der Kreisverwaltung auf offene Ohren, sagt Landkreis-Sprecher Henrik Kühn. Allerdings sei der Kreis als Eigentümer von Immobilie und Gelände an einer Komplett-Lösung interessiert, die auch das Areal umfasst.

DLRG-Vorsitzender Martin Fickert hatte das See-Gelände bei seinem Kaufangebot ausdrücklich ausgeklammert. Kühn sagt: „Wir werden das Thema in die politischen Gremien bringen und Gespräche mit der Stadt Peine vereinbaren.“ Zudem dürfe dort der Naturschutz nicht vernachlässigt werden.

Peines Bürgermeister Michael Kessler (SPD) hat bereits vor Tagen mit den Lebensrettern gesprochen. „Wäre die Stadt Eigentümer, würde ich die Lösung für den Königsweg halten“, sagt er. Gleichzeitig versichert der Bürgermeister, dass die Stadt weiter für die Grünpflege aufkommen wolle. „Daran rütteln wir nicht.“ Für die Stadt sei es wichtig, dass das Gelände als Naherholungs-Gebiet erhalten bleibt und die Badegäste im Sommer verköstigt werden.

Verwaltet wird das Gelände zurzeit von der Tourismusförderung. Geschäftsführer Gunter Eckhardt sagt: „Die Lösung ist interessant. Wir hätten aber trotzdem Interesse, weiter das Gelände zu betreuen, um es touristisch weiter zu entwickeln.“ Die jährlichen Einnahmen von der Stadt mit 20000 Euro und der Pacht von den Anglern mit 3000 Euro seien kostendeckend. Allerdings gelte dies nicht, wenn sich die Stadt dort engagieren möchte. Schließlich sei damit alles geregelt. Wilhelm Laaf, Vorsitzender des Kreissportbundes, hat der DLRG bereits angeboten, die Kaufverhandlungen zu unterstützen.

Thorsten Pifan

Kommentar

Rettung für den Eixer See

Beliebter, ungeliebter Eixer See: Als Badeparadies ist der Kiessee für viele Peiner kaum wegzudenken. Im Kreishaus sorgte der „Eixer“ in den vergangenen Jahren aber für Kopfzerbrechen. Das Angebot der DLRG kann daher die Rettung sein, ja sollte es sogar. Die DLRG hat sich in den vergangenen Jahren als verlässlicher Ansprechpartner einen Namen gemacht.

Den Rettern ist es zuzutrauen, dass sie mit dem Gebäude am Eixer nicht baden gehen. Mit 430 Mitgliedern sind sie stark genug, nötige Arbeiten am Gebäude zu verrichten. Und gestern sind die ersten Hilfsangebote für die Helfer eingetroffen. Die Stadt sagt Unterstützung bei der Grünpflege zu und auch der Kreissportbund will sich mit der DLRG für deren Interesse engagieren.

Das Angebot der Lebensretter wird im Kreishaus auf dem Schlossberg ernst genommen, wie zu hören ist. Bleibt zu hoffen, dass es angenommen wird, damit den Peinern ihr Naherholungsgebiet vor den Toren der Stadt erhalten wird – mit Gastronomie und einer langfristigen Perspektive.

Denn der Eixer See hat auch einen sozialen Aspekt. Peiner, die sich den Eintritt ins Freibad nicht leisten können – oder wollen, haben immer noch Gelegenheit, im Eixer zu baden. Ich bin auf jeden Fall dort.

Thorsten Pifan

t.pifan@paz-online.de

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