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Kellerluke ungesichert – 47-Jähriger stirbt

Menschen vor Gericht Kellerluke ungesichert – 47-Jähriger stirbt

2000 Euro muss ein Bierlieferant zahlen, 1200 Euro ein Gastwirt. Als der Wirt Getränke bekam, wurde die Ladeluke in den Keller nicht ausreichend gesichert. Ein Gast stürzte in den Tod.

Peine . Die Anklage lautete auf fahrlässige Tötung. Zwei Männer mussten sich wegen des Todes eines 47-Jährigen vor dem Peiner Amtsgericht verantworten. Die Beiden sollen bei einer Bierlieferung am 29. Oktober die Ladeluke in den Keller nicht ausreichend gesichert haben. Ein Gast stürzte in das Loch und verletzte sich so schwer, dass er später an den Folgen starb.

Das Schachtgitter wurde regelmäßig für die Lieferung von schweren Bierfässern für wenige Minuten geöffnet, auch wenn Kunden die Gaststätte besuchten. An diesem Tag knobelten drei Gäste gemeinsam mit der Wirtin im Lokal. Der betrunkene 47-Jährige freute sich über eine gute Punktzahl beim Würfelspiel und lief freudig aus der Tür. Dabei übersah er das Loch im Boden und stürzte in den Keller. Dabei schlug er heftig mit dem Oberkörper auf. Dabei zog er sich schwere Risse an Leber und Milz zu, die er aber nicht sofort bemerkte. Er kam erst später ins Krankenhaus und starb dort zwei Tage später an Organversagen.

Im ärztlichen Befund wurden dafür die Folgen des Sturzes genannt. Das Gericht warf den beiden Angeklagten vor, die Arbeitsstelle unzureichend gesichert zu haben. Der Lokalbesitzer gab vor Gericht an, die Gäste über die Lieferung informiert und die Tür geschlossen zu haben. „Besonders der 47-Jährige war ein täglicher Gast, der den Liefervorgang kannte“, sagte der Verteidiger. Daher seien zusätzliche Maßnahmen nicht notwendig gewesen.

Das Gericht sah die Sache anders und machte deutlich, dass die Tatsache das Stammgäste im Lokal gewesen seien, die beiden Männer nicht von der Verpflichtung der Sicherung des Arbeitsbereiches entbinde. Es wäre ein Leichtes gewesen, die Thekenkraft als Wache an die Tür zu stellen oder die Tür ganz abzuschließen zu lassen.

fl

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