Menü
Peiner Allgemeine | Ihre Zeitung aus Peine
Anmelden
Stadt Peine Stadt macht ernst: PHSV muss sein Vereinsheim abreißen
Stadt Peine Stadt macht ernst: PHSV muss sein Vereinsheim abreißen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:22 29.11.2018
Die Stadt Peine verlangt den Abriss des Vereinsheims des Polizeihundesportvereins. Quelle: Archiv
Peine

Im Streit mit der Stadt um eine fehlende Baugenehmigung für das Vereinsheim wird die Luft für den Peiner Polizeihundesportverein (PHSV) immer dünner. Der Verein hat mittlerweile die Aufforderung erhalten, das Gebäude am Goltzplatz bis zum Februar 2019 abzureißen. Die letzte Hoffnung für die Hundefreunde ist eine besondere Aktion im Internet.

Über die Plattform OpenPetition sollen sich Unterstützer melden und eine sogenannte Online-Petition unterzeichnen, so soll vor allem öffentlicher Druck auf die Verwaltung erzeugt werden. Mehr als 600 Menschen haben bereits unterschrieben – und der Zulauf wird immer größer (hier geht es zur Petition).

Seit rund 70 Jahren gibt es den PHSV Peine. Der Hundeplatz samt Vereinsheim neben dem Goltzplatz ist Vereinseigentum. Im Zuge der Diskussionen über die Schaffung eines Baugebietes auf dem Goltzplatz-Areal war der Stadtverwaltung im vergangenen Jahr dann aufgefallen, dass es in den städtischen Unterlagen keine Baugenehmigung für die Gebäude gebe. „Und wir konnten diese Genehmigung nicht nachreichen, weil bei einem Brand im Jahre 1974 viele Akten vernichtet worden sind“, sagt die PHSV-Vorsitzende Silke Schöner.

Für einzelne Bauten gab es Genehmigungen

Allerdings gebe es Genehmigungen für einzelne Bauten auf dem Vereinsgelände – etwa für eine Sickergrube, das Flutlicht und einen Stromanschluss. „In den Akten der Stadt haben wir zudem ein Polaroid-Foto unseres Vereinsheims gefunden, datiert auf den 18. Februar 1977“, so Schöner weiter. „Wenn die Stadt also so lange von unserem Vereinsheim wusste, dann liegt doch zumindest eine stillschweigende Duldung vor. Und warum kann man diese Duldung nicht einfach um einen bestimmten Zeitraum verlängern?“

Ein weiteres Problem: Das Vereinsgelände liegt mittlerweile in einem Naturschutzgebiet – die Erteilung einer nachträglichen Baugenehmigung ist daher kaum möglich. Von der Stadt kam deshalb die Aufforderung, das Gebäude abzureißen.

Ein Abriss wäre der Ruin des Verein

„Ein Abriss würde uns finanziell ruinieren. Dann wäre der Verein tot“, sagt Schöner. Mindestens 25 000 Euro würde ein solcher Abriss kosten – eher sogar 30 000 Euro. Der Verein habe durch einen Rechtsanwalt jetzt erst einmal Einspruch gegen die Abriss-Aufforderung erhoben – und hofft auf viele Unterstützer über die besagte Internet-Plattform.

„In unserer langen Vereinsgeschichte haben wir uns immer gut in das Leben der Stadt Peine eingefügt, sind nie negativ in Erscheinung getreten und haben uns immer wieder auch sozial engagiert – etwa für die Lebenshilfe Berkhöpen“, sagt Schöner. „Dass jetzt alles vorbei sein soll, nur weil ein kleines Stück Papier fehlt – das können wir einfach nicht verstehen.“ Mehr Informationen gibt es auch auf der Homepage des Vereins.

Das sagt die Stadtverwaltung

Auf PAZ-Anfrage hat die Stadtverwaltung bestätigt, dass der Polizeihundesportverein eine Aufforderung bekommen hat, bis zum Februar 2019 sein Vereinsheim abzureißen.

Zu den Gründen hieß es dazu aus dem Rathaus, dass unter anderem belegt sei, dass keine Baugenehmigung vorliege. Zudem seien frühere Anträge zum Bauen von den damals beteiligten Behörden abgelehnt worden, außerdem liege der Standort in einem Naturschutzgebiet.

Die Abriss-Aufforderung sei dabei unabhängig von der Entwicklung des benachbarten Goltzplatz-Areals zu sehen. Gerade auch von Vereinseite war immer wieder von einem Zusammenhang gesprochen worden.

Der Tenor dabei: Die Stadt wolle den Hundesportverein dort weghaben, da man mögliche Interessenten für das zwischenzeitlich dort geplante Baugebiet nicht mit Hundegebell verschrecken wolle. Die Pläne für ein Baugebiet haben sich mittlerweile jedoch zerschlagen. Für den „Golle“ direkt neben dem Vereinsgelände des PHSV sind nun andere Nutzungen im Gespräch – unter anderem auch ein Hundeauslauf-Areal.

Und wie steht die Stadt zu der von Vereinsseite ins Spiel gebrachten Duldung für einen begrenzten Zeitraum? Auf Anfrage hieß es dazu aus dem Rathaus: „Eine bereits verlängerte Widerspruchsfrist zur Abrissverfügung endet in wenigen Tagen. Auf eine Widerspruchsbegründung wartet die Stadt bislang vergeblich. Und auch offene Fragen zur Mitgliederstruktur hat man seitens des Vereins bis heute nicht beantwortet. Bitte haben Sie dafür Verständnis, dass die Stadt Peine nicht über die Presse mit dem Verein zu weiteren juristischen Fragen kommunizieren wird.“

Von Tobias Mull

Im Martin-Luther-Kindergarten und Familienzentrum wurde gefeiert: Mit bunten Laternen und Musik ging es quer durch die Südstadt – und am Ende gab es für die Kinder auch noch Süßes.

26.11.2018

Infos über Börsenunternehmen sind für Anleger wichtig. Die Sparkasse und die Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger boten in Peine einen ganz besondere Möglichkeit, sich direkt zu informieren.

26.11.2018

Viel Neues gibt es im Fitness-Studio Fischer an der Fritz-Stegen-Allee. Die notwendige Sanierung nach dem Großbrand im Mai wurde genutzt, so einiges anders als zuvor zu gestalten.

26.11.2018