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Keime im Trinkwasser: Kreis Peine baut Wasserleitungen zurück

Ratsgymnasium Keime im Trinkwasser: Kreis Peine baut Wasserleitungen zurück

Das Problem der Keimbelastung im Trinkwasser des Ratsgymnasiums soll möglichst schnell beseitigt werden. Gestern haben Installateure stillgelegte Wasserleitungen geortet und angefangen, sie abzubauen. In der benachbarten Burgschule gab es Entwarnung. Das Wasser ist nicht mit Keimen belastet.

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Auf der Suche nach den stillgelegten Leitungen im Peiner Ratsgymnasium: Mitarbeiter der Firma Gebrüder Deneke.

Quelle: pif

Peine. In der vergangenen Woche war bei einer Routineprüfung des Gesundheitsamtes eine besorgniserregend hohe Keimbelastung im Trinkwasser des Ratsgymnasiums festgestellt worden. Auch nach der Desinfektion mit Chlor war die Belastung mit Pilzen und Bakterien nicht ganz verschwunden (PAZ berichtete). Als Ursache waren „Totstränge“, stillgelegte Rohre im Leitungssystem, ausgemacht worden. Darin hatte sich Wasser gesammelt, in dem sich die Bakterien stark vermehren konnten.

Seit Donnerstag werden diese Leitungen demontiert. „Anschließend soll es eine erneute Probe des Trinkwassers geben“, sagte Kreis-Sprecherin Katja Schröder. Die stillgelegten Rohre führten früher zu Wasseranschlüssen, zum Beispiel zu Waschbecken, sagte Schröder. Wie viele es davon im Ratsgymnasium wird noch ermittelt.

„Die Waschbecken sind entfernt worden, nicht aber die Leitungen“, sagte Schröder. Da die Rohre weiter an die Wasserversorgung angeschlossen sind, sammelt sich darin Wasser. Weil es nicht fließt, können sich Keime leichter vermehren. Die Keime seien nicht als gesundheitsschädlich einzustufen sind, bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem können sie aber zu gesundheitlichen Problemen führen.

Entwarnung gab es am Freitag für die benachbarte Burgschule. Dort sind keine Keime im Trinkwasser entdeckt worden.

pif

Keime im Trinkwasser

„Nicht nur das Wasser im Ratsgymnasium kann verkeimen“, sagte Kreis-Sprecherin Katja Schröder. Das kann in allen Wasserleitungen passieren. In einer Leitung laufen Korrosionsprozesse ab. Die Ausbildung des Biofilms – eine dünne, aus Mikroorganismen, Bakterien, Pilzen und Wasser bestehende Schicht – wird begünstigt. Dieser Biofilm stellt ein Keim-Reservoire dar. Steht das Wasser in den Leitungen still, können sich die Keime sehr schnell vermehren und es kommt zur Keimzahl-Erhöhung.

„Deshalb ist es wichtig, Wasser am Fließen zu halten“, sagte Schröder. So sollte Wasser, das längere Zeit in der Trinkwasserleitung verweilte, nicht sofort zur Zubereitung von Nahrung oder als Trinkwasser verwendet werden. Es sollte immer erst abfließen.

Experten empfehlen, Leitungen auch in Privathaushalten nach längerer Nichtbenutzung – etwa nach dem Urlaub – zu spülen. Trinkwasser ist ein Lebensmittel. So wie man verderbliche Lebensmittel nicht ungekühlt in der Küche herumliegen lassen sollte , müsse man auch bei der Trinkwasser-Nutzung sorgsam mit seinem Gebrauch umgehen.

pif

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