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Kastrationspflicht für freilaufende Katzen: Peiner Stadtrat ist dafür

Rat der Stadt Peine Kastrationspflicht für freilaufende Katzen: Peiner Stadtrat ist dafür

Bereits im vergangenen Jahr beantragte die CDU-Fraktion des Peiner Stadtrats die Einführung einer Kastrationspflicht für freilaufende Katzen im Stadtgebiet. Gestern entschieden die Stadtrat-Mitglieder im Rahmen ihrer Sitzung im Peiner Rathaus über den Erlass.

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Die Ratsmitglieder berieten sich im Sitzungssaal des Rathauses.
 

Quelle: Dennis Nobbe

Peine. Im August 2016 erklärte die CDU-Fraktion, dass das Peiner Tierheim aufgrund immer mehr zu betreuender Katzen an die Grenzen seiner Kapazität stoße. Dies resultiere teilweise aus einer unkontrollierten Vermehrung der Katzen, denen Freilauf gewährt wird. Zudem würden die in freier Wildbahn lebenden Tiere häufig an Unterernährung und Erkrankungen leiden. Daher sprachen sich die CDU-Fraktionsmitglieder für die Einführung einer Katzen-Kastrationspflicht aus, sofern sich die Tiere außerhalb des Wohngebäudes bewegen dürfen.

Elke Kentner (Grüne) merkte an, dass es sich womöglich als schwierig erweisen könnte, die Kastrationspflicht in die Praxis umzusetzen. „Die Verordnung wird wohl eher den Charakter eines Appells haben“, äußerte sie ihre Bedenken. Sie empfahl jedoch, den Tierschutzverein wie schon bisher bei der Kastration freilaufender Katzen zu unterstützen. Andreas Meier (CDU) erklärte daraufhin: „Der Antrag wurde nach reiflicher Überlegung gestellt, wir halten ihn weiterhin für sinnvoll.“ Letztendlich stimmte der Rat mit einer Gegenstimme von Heike Kubow (Grüne) für den Antrag der CDU-Fraktion.

Öffentlich gemacht wurde in der Ratssitzung zudem der Rücktritt der Ratsfrau Bianca Hodkisson (SPD). Sie hatte am vergangenen Dienstag der Verwaltung ihren Entschluss mitgeteilt, ihr Ratsmandat mit sofortiger Wirkung niederlegen zu wollen. Hodkisson, die seit 2016 Ratsmitglied war, bedankte sich für das ihr entgegengebrachte Vertrauen und bedauerte, aus gesundheitlichen Gründen zurücktreten zu müssen. Das frei gewordene Mandat geht gemäß des Niedersächsischen Kommunalwahlgesetzes (NKWG) an den Rosenthaler Ralf Peters (SPD), sofern dieser in der kommenden Sitzung das Mandat annimmt.

Peines Bürgermeister Klaus Saemann (SPD) gab zudem eine Erklärung zum Rücktritt der ehemaligen Ortsbürgermeisterin von Handorf, Annika Katschinski (SPD), ab. „Der Grund für diesen Mandatsverzicht – die Bedrohung eines Menschen – ist für mich auch ein direkter Angriff auf die kommunale Selbstverwaltung“, so Saemann. Er bezeichnete die Bedrohung als „feigen und nicht hinzunehmenden Angriff, der keinen Funken Toleranz zu erwarten hat.“ Abschließend dankte Saemann Annika Katschinski für ihre ehrenamtlich geleistete Arbeit.

Von Dennis Nobbe

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