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Kammerkonzert wird zum Klangerlebnis

Peine Kammerkonzert wird zum Klangerlebnis

Handorf . Schon vielfach konnte sich die Handorfer St.-Marien-Kirche auszeichnen als ein überaus geeigneter Aufführungsort kammermusikalischer Konzerte: Klangbelebend und dabei akustisch durchsichtig, charakterlich sehr intim und doch zum gemeinschaftlichen Erlebnis einladend, zumal wenn - zur Freude des einladenden Kirchenvorstandes - der Kirchenraum so gut gefüllt ist wie am Sonnabend.

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Drei Generationen des Kammerorchesters Riddagshausen musizierten in Handorf unter Leitung von Irmela Roelcke.

Quelle: rb

Als Gast musizierte das Riddagshäuser Kammerorchester unter der souveränen Leitung von Irmela Roelcke. Dabei erwies sich das Ensemble nicht nur als eine Einheit hinsichtlich der Darstellung und Interpretation anspruchsvoller Werke, sondern lebte ein nachahmenswertes Beispiel pädagogischer Konzeption: Drei Generationen hatten sich in diesem gut 20-köpfigen Klangkörper vereint und musizierten so altersunabhängig für- und miteinander; die Familien Bucher und Thoms bildeten dafür das Grundgerüst. Den Zuhörer faszinierte es.

Neben den orchestralen Werken unter anderem von Franz Schubert - mit herrlichen Anklängen an die Wiener Kaffeehaus-Musik - und Johann Friedrich Fasch - mit großartigen Echo-Wirkungen - glänzten insbesondere die zahlreichen solistischen Leistungen.

Eine glückliche Hand schuf hier für das Kammerorchester sinnträchtige Beispiele einer äußeren Differenzierung: Mit herrlich frei schwingendem und technisch verzückendem Oboen-Ton glänzten Benjamin und Maria Thoms, in überzeugender Manier und frappierenden Verständnis gesellte sich Sohn Philipp Thoms am Fagott dazu; Alwin Bucher begeisterte in seiner Doppelrolle als Solo-Hornist und Cellist.

Überhaupt entpuppte sich Familie Bucher als kammermusikalisches Kleinod und Aushängeschild: Auf höchstem Niveau musizierte sie das Schubert-Trio B-Dur und die variationsreichen Duos aus op. 39 von Reinhold Gliere.

Zwei weitere Solistinnen verdienten sich ein Sonderlob: Angelika Ewald bestach in Mozarts Andante für Flöte und Orchester C-Dur mit ihrem filigranen und überaus phrasengerechten Spiel, während Sieglinde Bucher im abschließenden Violinkonzert D-Dur von Fasch mit blitzsauberer Intonation, schwereloser Spielfreude und facettenreicher Interpretation einen Höhepunkt setzte.

Dankbar und bewegt sangen unter Begleitung des Kammerorchesters alle Konzertbesucher abschließend „Geh aus mein Herz und suche Freud“ und beendeten aktiv ein überaus gelungenes Sommerkonzert.

hl

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