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Stadt Peine Jobcenter-Leiterin rechnet 2018 mit einem stabilen Arbeitsmarkt
Stadt Peine Jobcenter-Leiterin rechnet 2018 mit einem stabilen Arbeitsmarkt
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06:00 13.02.2018
Das Jobcenter in Peine.  Quelle: Archiv
Peine

 „Für 2018 ist von einem stabilen regionalen Arbeitsmarkt auszugehen“, sagt Jobcenter-Leiterin Ulrike Scharf. Doch es gibt auch Probleme.

„Die Situation bleibt vor allem für gering qualifizierte Menschen im Landkreis Peine nicht einfach“, erklärt Scharf. Das Jobcenter setze dabei mit einer systematischen Integration durch Qualifizierung und intensiver, individueller Beratung und Betreuung an. Aber diese Betreuung ist personalintensiv und kostet Geld – und so stoße man selbst mit einem Budget von rund 70 Millionen Euro wie im vergangenen Jahr an Grenzen.

„Die Zuweisungen für Verwaltungskosten seitens des Bundes sind seit Jahren nicht ausreichend, daher ist regelmäßig eine Umschichtung von Eingliederungsmitteln in die Verwaltungskosten erforderlich“, sagt Scharf. „In Folge können Eingliederungsangebote in ausreichender Zahl und unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Bedürfnisse nicht in dem gewünschten beziehungsweise erforderlichen Maß angeboten werden.“

Und wie wird sich der Arbeitsmarkt 2018 nun konkret in der Region entwickeln? Schließlich sollen ja beispielsweise mit der Ansiedlung des „Action“-Logistikzentrums rund 800 Arbeitsplätze geschaffen werden. „Es muss berücksichtigt werden, dass in dem stark ausgeprägten Lager- und Logistikmarkt Kapazitäten von Auftragslagen abhängig sind“, sagt Scharf. „Somit bleibt auch abzuwarten, wie sich die größeren Neuansiedlungen letztlich auswirken werden. Dies gilt insbesondere auch im Hinblick auf die Besetzung von Arbeitsplätzen.“

Das Arbeitsmarktprogramm 2018 ist auch Thema der Sitzung des Ausschusses für Gleichstellung, Arbeit und Soziales, die am nächsten Montag, 19. Februar, ab 17 Uhr im Musikraum des Ratsgymnasiums stattfindet.

Erwerbsfähige nach Staatsangehörigkeit

Rund 30 Prozent der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten beim Peiner Jobcenter besitzen keine deutsche Staatsangehörigkeit. In 2016 lag der Anteil an ausländischen Leistungsberechtigten im Jobcenter bei 24,1 Prozent. Die Steigerung im Jahr 2017 ergibt sich laut Bericht sowohl aufgrund der gesunkenen Anzahl an deutschen Leistungsberechtigten um 214 auf 4791 und durch den Anstieg von 447 Ausländern auf 2042. Der Anstieg der Anzahl ausländischer Leistungsberechtigter in 2017 im Kontext der Fluchtmigration aus den acht stärksten nicht europäischen Asylherkunftsländern fiel demnach mit 528 Menschen moderat aus. Für 2018 wird von einer gleichbleibenden Tendenz ausgegangen.

Von Tobias Mull

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