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IGS und BBS planen Kinderbetreuung: Wer hilft?

Vöhrum IGS und BBS planen Kinderbetreuung: Wer hilft?

Vöhrum. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf wird an den Berufsbildenden Schulen (BBS) und der Integrierten Gesamtschule (IGS) in Vöhrum ernst genommen. Die Schulleiterinnen Heike Bickmann (BBS) und Susanne Pavlidis (IGS) wollen an ihrer Schule eine Kinderbetreuung anbieten - als Modellprojekt. Leider fühlt sich niemand zuständig.

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Planen ein Modellprojekt für ihre Schulen: Susanne Pavlidis (l.) und Heike Bickmann wollen auf dem Gelände ihrer Schulen eine Kinderbetreuung für Lehrer und Schüler einrichten.

Quelle: pif

„Wir haben viele junge Kollegen mit kleinen Kindern, der Bedarf ist da“, sagte Pavlidis. „Auch einige unserer Kollegen haben kleine Kinder“, ergänzte Bickmann. Zudem gebe es vor allem an den BBS auch Schüler, die bereits kleine Kinder haben.

Das Konzept steht: „Wir wollen vom neuen Schuljahr an den Ausbildungsgang Sozialassistenten anbieten“, sagte Bickmann. Die Schüler könnten in der eigenen Kinderbetreuung gleich berufsorientiert und praxisnah geschult werden. Auch die Finanzierung des Personals sei über einen Förderverein möglich. „Wenn Eltern das Angebot annehmen, haben wir auch Einnahmen“, sagte Pavlidis.

Sogar ein Grundstück gibt es schon. Denn auf dem gemeinsamen Gelände von BBS und IGS ist genug Platz - zum Beispiel in der Nähe des Ökogartens. „Der Ökogarten kann auch gleich in ein pädagogisches Konzept für die Kinderbetreuung eingebunden werden“, sagte Bickmann.

Das Problem: Für eine Kinderbetreuung oder gar einen kleinen Betriebskindergarten fehlt ein Gebäude mit den notwendigen Anforderungen. Denn Räume stehen in beiden Schulen für solch ein Projekt nicht mehr zur Verfügung.

„In ganz Niedersachsen gibt es keine gemeinsame Kinderbetreuung einer BBS und einer allgemeinbildenden Schule“, sagte Bickmann. Daher könne solch eine Einrichtung sogar Modellcharakter haben. Doch weder Sozialministerin Aygül Özkan, noch Kultusminister Bernd Althusmann (beide CDU) fühlen sich zuständig (siehe Hintergrund).

Sie verweisen an den Landkreis und die Stadt Peine, die den Ball zurück ans Kultusministerium spielen. „Dabei wollen wir weder von der Stadt noch vom Landkreis finanzielle Unterstützung, sondern nur einen formalen Weg aufgezeigt bekommen, wie sich unser Vorhaben umsetzen lässt“, sagte Bickmann.

pif

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