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Holt sich Kreis Ärger ins Haus?

Kreis Peine Holt sich Kreis Ärger ins Haus?

Hans-Werner Kuklik soll neuer Naturschutzbeauftragter der Landkreises Peine werden. Der Ilseder ist kein unbeschriebenes Blatt, er hat dem Landkreis bereits viel Ärger beschert.

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Hans-Werner Kuklik trat als Sprecher auf, als die Aktion Fischotterschutz gegen den Kreis wegen des Ausbaus der K 10 in Plockhorst klagte.

Quelle: archiv

Kreis Peine . Seit einem Jahr sucht der Landkreis einen neuen Beauftragten für den Naturschutz, nachdem Joachim Hansmann aus beruflichen Gründen sein Amt niedergelegt hat. SPD und Grüne haben sich nun auf einen Kandidaten geeinigt: Hans-Werner Kuklik. Und der hat in der Vergangenheit immer wieder Schlagzeilen gemacht.

So ist ihm 1997 vorgeworfen worden, dass er als Mitglied der Peiner Bio AG Zuschüsse nicht ordnungsgemäß abgerechnet habe. Brisant: Als Naturschutzbeauftragter war er gleichzeitig mit der Umsetzung der Projekte betraut.

Angesichts der Vorgeschichte kann sich Arnim Plett, Vorsitzender der CDU-Kreistagsfraktion, nicht vorstellen, dass es künftig eine fruchtbare Zusammenarbeit zwischen Kuklik und der Kreisverwaltung gibt. Denn auch als der Ilseder nicht mehr im Amt war, bescherte er dem Kreis Ärger. Er trat als Sprecher auf, als die Aktion Fischotterschutz gegen den Kreis wegen des Ausbaus der K 10 in Plockhorst klagte.

In der SPD hat Kuklik einen guten Eindruck hinterlassen. Er hatte sich den Politikern vorgestellt und mit „seinem Sachverstand überzeugt“. Auch den Sozialdomkraten ist klar, dass Kuklik „nicht pflegeleicht“ ist, aber gerade weil er manchmal unbequem sei, sei er der richtige Mann für den Naturschutz. Die Entscheidung in der SPD für Kuklik ist einvernehmlich gefallen.

Kuklik sieht sich als „konsequenter Vertreter des Naturschutzes“. Zum Kreisbrandmeister würde auch kein Brandstifter berufen, auch wenn der Ahnung von Feuer habe, sagte er und betonte, er sei ein Vertreter der Naturschützer und nicht der Naturnutzer sei.

pif

Hintergrund

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Er habe öffentliche Zuschüsse als Mitglied der Bio AG mit dem Landkreis nicht ordnungsgemäß abgerechnet. Dieser Vorwurf gegen den Naturschutzbeauftragten Hans-Werner Kuklik stand im Januar 1997 im Raum. Zwischenzeitlich ist er sogar beurlaubt gewesen. Bereits Ende Februar zog der Kreistag einen vorläufigen Schlussstrich unter die Angelegenheit und setzte Kuklik wieder in sein Amt ein.

Auch die Staatsanwaltschaft hatte Vorermittlungen aufgenommen und festgestellt, dass Kuklik sich nicht habe bereichern wollen. Allerdings musste die Bio AG schließlich mehr als 1000 D-Mark an den Landkreis zurückzahlen. Der Vorwurf lautete konkret, Kuklik habe für eine Pflanzaktion von einem Pflanzenmarkt einen Rabatt bekommen, den Vorteil aber nicht weiter gegeben. Er selbst hielt dagegen, dass es sich bei der Summe um einen Nachlass wegen einer Reklamation gehandelt habe.

Ende der 1990er-Jahre wählte der Kreistag Joachim Hansmann zum Nachfolger von Kuklik. Doch auch danach ist es um den Ilseder nicht still geworden. So zog er etwa mit Aktion Fischotterschutz aus Leiferde gegen den Landkreis vor Gericht, um den Ausbau der Kreisstraße 10 bei Plockhorst zu verhindern.

pif

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